Newsletter-Beiträge

Newsletter-Beiträge (98)

Freitag, 26 Mai 2017 07:47

Tauschkreis St. Pölten wird 20!

geschrieben von
Karl Tanzberger lädt zur Tauschkreisfeier am Samstag, 30.Sept.2017 ab 10 Uhr in der City-Farm St. Pölten
 
Wir feiern das 20jährige Bestehen der Tauschkreise in Wien & NÖ und blicken in die Zukunft! Gemeinsam wollen wir feiern und uns austauschen, unsere Ideen, Erfahrungen und Produkte. Bitte wieder zahlreiche Angebote aller Art mitnehmen und am Marktplatz präsentieren!
Am Vormittag (10 - 12Uhr) geht es um den Blick in die Zukunft. Was ist uns im TK wichtig - unser Leitbild! Um 12Uhr gibt es das Mittagessen, bitte wieder Speisen mitnehmen und danach unsere Feier:Wir werden einige Ehrungen verleihen (das älteste Mitglied, das tollste Angebot, ...) und vieles mehr! Wer mag uns mit Musik oder/und gemeinsame Aktionen (Kreistanz,...) überraschen?
Ort: City Farm, St.Pölten, Wiener Straße 127a
Freitag, 26 Mai 2017 07:23

Granatapfel & Türkenmohn, Paradeis & Petersil

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Strahlender Sonnenschein, fröhliche Menschen und eine außergewöhnliche Pflanzenvielfalt inszenierten einen erfolgreichen Pflanzentauschmarkt 2017! Marion Bauernfeind berichtet.

Am 6. Mai 2017 veranstaltete der Tauschkreis Wienerwald erneut den überaus beliebten Pflanzentauschmarkt mit Foodcoop in 3002 Purkersdorf, Kaiser-Josef-Straße 49. PflanzenliebhaberInnen – auch Nichtmitglieder des Vereines waren herzlich willkommen – konnten wahre Gartenschätze erwerben. Selbst gezogene Raritäten oder Herkömmliches an Blumen, Stauden, Pflanzentausch 2017 20Sträuchern, Obst, Gemüse, Kräutern erstaunten und erfreuten die zahlreichen HobbygärtnerInnen. Granatapfelbäumchen, Marokkanische Minze, Stevia, Winterheckezwiebel, Chilis; die Klassiker Paradeiser (unzählige Sorten), Paprika, Kürbis, Petersilie, Knoblauch; für den dekorativen Bauerngarten Phlox, Hasenglöckchen, Akelei, Silberblatt, Malve, Mohn, Nelke - um nur eine kleine Auswahl zu benennen.

Die 1. Foodcoop der Saison 2017 war noch nicht allzu vielfältig, bot dennoch Dinkelkörner, Dinkelmehl (auf Wunsch frisch gemahlen), Dinkelreis, Dinkelgrieß, ofenfrisch gebackenesPflanzentausch 2017 27 Dinkelvollkornbrot, Kürbiskerndinkelbrot, Kartoffeln, Honig… Natürlich gab es wieder unser kunterbuntes Buffet mit hausgemachten Köstlichkeiten. Unterm Baum, bei herrlichstem Sonnenschein, haben wir gegessen, geplaudert, philosophiert und gelacht.

Weiters zu erwerben: Von den Tauschkreis-Mitgliedern gefertigte Nistkästen, Fledermaushäuser, das Food-Coop-Kochbuch und diverses anderes.

Pflanzentausch 2017 28Auch den Kids hat´s Spaß gemacht, und unser jüngster Fan ist 5 Wochen alt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und BesucherInnen dieses erfolgreichen Events!

 

Fotos: (c) Bina Aicher, 2017

Freitag, 26 Mai 2017 07:22

Pflanzentauschmarkt in Krems

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Am 29.4. fand der erste Pflanzentauschmarkt des Tauschkreises Krems und der Foodcoop Krems statt. Bitgit Teufer berichtet.

Von 9 bis 12 Uhr konnten im Pfarrhofgarten der Evangelischen Kirche Krems nach Herzenslust Pflanzen getauscht werden. Yucca-Palmen, Zimmerpflanzen, Hecken, Stauden, Gemüsejungpflanzen, Blumen, sogar Samen - alles, was im eigenen Garten oder Haus zu viel war, fand einen neuen glücklichen Besitzer bzw. eine neue Besitzerin.

Wer keine eigenen Pflanzen mitgebracht hatte, aber welche mit nach Hause nehmen wollte, konnte dies gegen eine freie Spende tun. Die Spenden werden dem Verein Katzenhilfe Humanitas übergeben.

Bei guter Stimmung und leckerem Kuchen wurde geplaudert und Erfahrungen der Hobbygärtnerinnen und -gärtner ausgetauscht. Außerdem konnten sich die Besucherinnen und Besucher über den Tauschkreis Krems und die Foodcoop Krems „Krekoodel“ informieren, die mit Infoständen und Ansprechpartnerinnen für alle möglichen Fragen vertreten waren.

Freitag, 26 Mai 2017 07:05

Rhythmisches Körperlernen - Teil 1

geschrieben von

Ruth Hannelore Siman erklärt die Rhythmen des Körpers und ihre enge Verbundenheit mit unseren Lernerfahrungen.

Fangen wir einfach an – lernen wir wie die Kinder, besonders die kleinen Kinder. Beobachten wir sie, werden wir uns bewusst, wie sie „lernen“ und machen es ebenso. Sie sind im Hier und Jetzt, sind neugierig, ständig am Forschen, und wenn es ihnen gefällt, machen sie es über eine lange Zeit. Das Lernen von Kindern ist der Urtyp des Lernens, ein archetypisches Verhalten – etwas oft zu tun, dann zu können, zu verstehen und zu wissen. Gehen, essen, Rad fahren, ein Musikinstrument….. alles haben wir auf diese Art gelernt. Niemand kann diese Fähigkeiten in Echtzeit beschreiben, denn sie passieren in „Gelassenheit“ des gleichzeitigen Tuns als komplexe Erfahrung.

Ein großer Verlust unseres Lebens und unserer Kultur ist der Verlust der Arbeitsrhythmen. Wer kennt noch das Dreschen und wer könnte es noch? Mehrere Dreschflegelschwinger stehen im Kreis und schlagen in gleichmäßigem Rhythmus auf die Halme. Kommt einer aus dem Rhythmus, so kann das zu schweren Verletzungen führen.

Die Hand-Werker von einst haben auch kein Fitnessstudio gebraucht. ;-)

Eine wichtige Komponente im rhythmischen Lernen ist das Tempo. Wie schnell, wie langsam, steigernd, wie ….wir etwas machen, etwas sprechen – etwas lernen – ist von unseren körperlichen Fähigkeiten (Nervenbahnen, Gehirntätigkeit etc.) abhängig. Das Grundmaß dazu ist unser Herzschlag. Das Tempo unserer Tätigkeiten und Funktionen steht immer in Bezug zum Puls. Gehen wir gemütlich allein spazieren, gehen wir im Tempo unseres eigenen Pulses. Marschieren wir in einer Gruppe, gehen wir genau doppelt so schnell wie unser Puls, denn wir synchronisieren uns und es entsteht Energie. Diese wiederum veranlasst uns zu einem gemeinsamen schnelleren Tempo. Laufen wir, laufen wir dreimal so schnell wie unser Herz schlägt.
Lesen oder lernen wir etwas Geschriebenes, sollten wir es im Tempo unseres Pulses lesen, d.h. die Betonungen und den Satzrhythmus im Tempo unseres Pulses sprechen und das am besten laut, stehend oder auf und ab gehend.

Der erste Schritt des rhythmischen Lernens ist der Versuch etwas nachzumachen. Dazu ist mindestens ein viermaliges Vorzeigen notwendig. Dies ist die absolut kürzeste Phase des Verstehens.
Der nächste Schritt ist eine etwa 10 Minuten lange Lernphase durch ständiges Wiederholen. Dieser Zeitraum ist auch notwendig für Konzentration und für etwas „lassen“ – zulassen, sich setzten lassen, gelassen sein.
Die dritte Phase nach etwa 25 Minuten gibt dem Körper die Möglichkeit sich zu gewöhnen und zu verstehen, ohne es vom Gehirn zu wissen. Nach etwa 50 Minuten beginnt der Körper „es“ zu können, der Verstand beginnt zu verstehen, was der Körper schon kann.

So funktioniert rhythmisches Körperlernen, beim Kleinkind genauso wie beim Erwachsenen.

Samstag, 29 April 2017 09:54

Filmische Mutmacher

geschrieben von

Hier möchte ich zwei Filme vorstellen, die den Menschen Mut machen:

 

FREE LUNCH SOCIETY, der Film über das Bedingungslose Grundeinkommen, vermittelt Hintergrundwissen zu dieser Idee und sucht nach Erklärungen, Möglichkeiten und Erfahrungen zu ihrer Umsetzung.


Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter. Entscheidend ist das eigene Menschenbild, welche Seite der Medaille man sieht: Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen? Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen? Und weil wir nie gemeinsam die Freiheit hatten, uns anders zu verwirklichen?

Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe nimmt uns der Film mit auf eine große Reise, und zeigt uns, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.“ (Quelle: aus dem Pressetext zum Film)

 

DIE ZUKUNFT IST BESSER ALS IHR RUF macht Mut: Sechs Beispiele erzählen von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten.

Ein Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmittel und Bauen, für Klarheit im Denken über Wirtschaft, für soziale Gerechtigkeit.

Überall hören wir von Krisen, Medien schüren Verunsicherung. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun?

Walter Ötsch, Kulturhistoriker und Ökonom, sieht die Krisen sehr klar und tut, was er besonders gut kann: unser derzeitiges Wirtschaftssystem durchleuchten und hinterfragen.

Andrea Roschek begann ach einem persönlichen Schicksalsschlag mit ihrer „Pannonischen Tafel", Essen, das in Supermärkten sonst weggeworfen wird, einzusammeln und zu verteilen.

Judith Schachinger will am liebsten die Lebensmittelversorgung insgesamt verändern und baut gemeinsam mit Kleinbauern an einem neuen Modell der Nahversorgung, um regionale Wirtschaftskreisläufe, die gut für die Umwelt sind, zu stärken.

Darauf zielt auch die Architektin Anna Heringer ab, wenn sie von Vorarlberg bis Bangladesh mit lokalen Handwerkern und Lehm direkt aus der Baugrube beeindruckende Gebäude baut.

Einfach weniger brauchen zu müssen ist ein weiterer Ansatz. Als freudiger Minimalist, passionierter Heimhelfer, Weitstrecken-Radfahrer und Schriftsteller gibt Andreas Renoldner einen Einblick in seine Lebensphilosophie.

Rita Trattnigg erarbeitet im BürgerInnen-Rat jenseits von parteipolitischen Widersprüchen mit zufällig ausgewählten BürgerInnen konkrete Lösungen für eine lebendige Demokratie.

Wir leben in einer Zeit, wo nicht mehr eine Person alleine „die Antwort“ hat. Das spiegelt sich auch in der Herangehensweise an diesen Film wider, für den mehrere RegisseurInnen losgezogen sind, um mit Menschen zu sprechen, die Mut machen.

(Quelle: aus der Pressemappe zum Film)

 

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt's jeweils 2x2 Karten für eine Kinovorführung in ganz Österreich.

Um teilzunehmen schickst du

  • die Antwort auf die Frage "Wieviele regionale Tauschkreise hat der Talenteverbund derzeit?"
  • und die Angabe, welchen der beiden Filme du sehen willst, via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis Freitag, 5.5.17 an die Redaktion.

Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die 4 GewinnerInnen werden nach der Ziehung per E-Mail verständigt.

Freitag, 28 April 2017 14:44

Rückblick auf das ZART-Treffen in Wien

geschrieben von

Hertha Horvath fasst die Ergebnisse des ZART-Treffens zusammen, das am 22.4.2017 auf Einladung des Talenteverbundes in Wien stattgefunden hat.20170422 141300

Die Begrüßung und die Vorstellungsrunde begannen um 10:30 Uhr. Veronika Spielbichler vom Unterguggenberger Institut in Wörgl übernahm die Moderation.

Bis zur Mittagspause wurde hauptsächlich über die Organisation, die Motivation, die Ideologien und Visionen von ZA:RT diskutiert. In vielen Tauschkreisen wurden Bereinigungen des Mitgliederstandes vorgenommen. Ebenso wurden und werden in einigen Tauschkreisen die Positionen der Leitung neu besetzt.

Der Wunsch von ZA:RT, alle ZA:RT – Scheine einzuziehen, mit einem neuen Datum zu versehen und sie dann wieder zur Verfügung zu stellen, wurde abgelehnt. Gutscheine sind generell 30 Jahre gültig. Sie wurden vor drei Jahren ausgestellt und sind somit noch 27 Jahre gültig.

Da nicht in jedem Tauschkreis der gleiche Wissensstand – überregionales Tauschen betreffend IMG 9481(www.zart.org) – herrscht, wurde von einigen Teilnehmern der mangelhafte Informationsfluss kritisiert.

Insgesamt nahmen an dem Treffen 24 Menschen teil. In der Mittagspause wurde nicht nur gegessen, sondern weiter lebhaft diskutiert, neue Kontakte geknüpft und getauscht.

Am Nachmittag tauschte man sich weiterhin über die Verbesserung des überregionalen Informationsflusses aus. In den verschiedenen Tauschkreisen gibt es unterschiedliche Vorgangsweisen, die sich bewährt haben, unter anderem Tauschkreiszeitungen, vierteljährliche Cyclos-Schulungen, Begrüssungsmappe (im Talenteverbund in Ausarbeitung!) Vernetzung mit anderen Netzwerken wie z.B. in Tirol mit der „Lebensinsel“, in Graz mit „GIT“ und dem Pilotprojekt „RAN“. In der Steiermark besteht die Plattform: „Steiermark gemeinsam jetzt“, diese Form der Information ist natürlich auch auf andere Bundesländer übertragbarIMG 9519.

„Wie wird man bekannter“ und „Tauschmotivation“ waren die nächsten Themen. Es geht vor allem darum, auf lokale Veranstalter und Regionalmedien aktiv zuzugehen, Kooperationen zu bilden, sowie die Pressearbeit zu vertiefen. Grundsätzlich gilt: mehr Mitglieder – breiteres Angebot – mehr Tauschmöglichkeiten. Die von der „Sonnenzeit“ lukrierten „Zeitgeschenke“ erhöhen die Motivation für vermehrte Aktivitäten nicht. Es gilt, die wesentlichen eigenen Fähigkeiten und den Mut zum Ausprobieren zu entdecken, großzügiges Handeln zu entwickeln und sich nicht nur auf die Gegenverrechnung zu beschränken. Weiters wurden verschiedene Themenabende genannt: Bücher, Kleider, Pflanzen, aber immer auf ein bestimmtes Maß limitiert. Der Tauschkreis ist kein Flohmarkt für unbraubare Sachen und Plattform für politische, religiöse, esoterische u.a.m. Verbände!

IMG 9505Für die speziellen Probleme eines Tauschkreises wurden Lösungen vorgeschlagen. Die Mitglieder fanden die Vorschläge sehr konstruktiv und aufbauend.

Einige Mitglieder versorgten die TeilnehmerInnen mit Speisen: da fast alles aufgegessen wurde, schien es allen zu schmecken. Danke an die Köche und Köchinnen!

In Kärnten sollte ein Fest zum 20-jährigen Jubiläum stattfinden, leider war die Resonanz bei den Mitgliedern sehr gering. Man beschränkt sich nun auf die Teilnahme bei einem allgemeinen Herbstfest am 21. Oktober. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Tauschkreise in Wien und Niederösterreich ist es geplant, im Herbst ein Fest zu veranstalten.

Zu guter Letzt wurde ein Vernetzungstreffen im nächsten Jahr in Kärnten vereinbart. Das Vernetzungstreffen wurde um 18:00 beendet.

Einen weiteren Rückblick hat Veronika Spielbichler unter dem Titel "Österreichs Tauschsysteme auf Konsolidierungskurs" verfasst.

Fotos: Veronika Spielbichler (3), Hertha Horvath (1)

Freitag, 28 April 2017 13:03

Wichtige Infos des AK Regionen

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Mailinglisten und Telefonnummer für Mitgliederbetreuung

 

TV-Mitgliedern ist es nicht gestattet ist, eine Aussendung an alle 15 regionalen Tauchkreise über die Mailinglisten  zu machen. Die Mailinglisten dienen dazu, das regionale Tauschen möglichst einfach zu gestalten.

Für Informationen, die ganz Niederösterreich und Wien bzw. Burgenland betreffen ist es nur gestattet, Cyclos zu verwenden.

 

Die Mitgliederbetreuung des Talenteverbundes hat eine neue Telefonnummer. Sie lautet 0677 6242 8338.

 

 

Gehard Balluch

Leiter des AK Regionen

 

Freitag, 28 April 2017 12:55

Ein intensiver Abend im Tauschkreis Erlauftal

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Ein Bericht über einen Besuch beim Tauschkreis Erlauftal von Bernhard Haas.

Diesmal habe ich mich in den – für mich – äußersten Westen Niederösterreichs aufgemacht, um den TK Erlauftal zu besuchen. Rund 20 Personen hatten sich am Donnerstag, 13. April ab 19 Uhr eingefunden, um zu plaudern, zu tauschen, sich Neuigkeiten zu erzählen oder den gut gefüllten Schenk-Tisch zu begutachten.

Dieser Teil des Treffens stand unter dem Motto „Pflanzentauschmarkt“ – das Angebot war überschaubar, aber es waren doch einige nette Raritäten dabei, die eine Nachfrage lohnten. Die Zeit verging schnell und schon rief Margit zum „Redekreis“, den sie mit einer „Erinnerung“ zu den Werten und Zielsetzungen der Tauschkreisidee eindrucksvoll einleitete.  

Reihum wanderte dann der „Redestein“, und jedes Tauschkreismitglied nannte seine Angebote aber – mindestens genauso wichtig – auch seinen Bedarf an verschiedenen Unterstützungen oder Dingen. Etliches konnte gleich vor Ort vereinbart werden. Auch zu zahlreichen Terminen wurde eingeladen. Hier zeigte sich schon die – aus meiner Sicht – starke „politische“ Ausrichtung des regionalen Tauschkreises, denn von TTIP/CETA bis hin zur europ. Bürgerinitiative gegen Glyphosat wurden viele aktuelle Herausforderungen angesprochen.

Im dritten Teil des Tauschkreistreffens brachte dann TK-Mitglied Martin Hofmacher die Tauschkreisthematik  richtig auf dem Punkt: sein Vortrag „Geld und Gesellschaft“ war so informativ und spannend, dass fast alle Anwesenden bis um 22:30 Uhr dabeiblieben. Gratulation, lieber Martin! Noch selten habe ich die Gründe, warum wir uns für ein anderes Wirtschaftssystem einsetzen sollen und welche Probleme wir damit lösen können, so eindrucksvoll serviert bekommen. Die Diskussion über konkrete Umsetzungsschritte geriet dann natürlich aufgrund der Uhrzeit ein bisschen kurz, aber mein Eindruck war, dass die Erlauftaler ein wunderbares Fundament haben, auf dem sie jetzt ihre weiteren Aktivitäten aufbauen können.

Ich denke, wir alle können gespannt sein, mit welchen Ideen unsere aktiven Tauschkreis-Freunde aus dem „wilden“ Westen Niederösterreichs in Zukunft überraschen werden!

Mein Fazit als Wiener Speckgürtelbewohner: Der Weg war weit, doch er hat sich allemal gelohnt!

Freitag, 28 April 2017 12:42

Kamingespräch im Tauschkreis Gloggnitz

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Ein subjektiver Bericht von Bernhard Haas über das Kamingespräch des Tauschkreises Gloggnitz unter dem Motto: "Was wir vom Tauschkreis erwarten und wie wir ein anderes Wirtschaften leben wollen!"

Am 29.März 2017 lud Susanne Schropper im Rahmen eines Monatsreffens des Tauschkreises Gloggnitz zum „Kamingespräch“ ein, um in lockerer Atmosphäre über die Zukunft zu räsonieren.

Es waren sechs Interessierte anwesend, davon zwei Noch-Nicht-Mitglieder.

Als Einstieg gab es einen kurzen Austausch zu zweit und zu dritt, über das schönste Tauschkreiserlebnis und dessen Grund. Dabei kristallisierte sich heraus, dass im Tauschkreis Gloggnitz nicht der Tausch von Waren und Dienstleistungen im Mittelpunkt steht, sondern dass vor allem wichtige soziale Bedürfnisse abgedeckt werden. Genannt wurden: das Miteinander beim Weihnachtsfest und beim Sommerfest, das gemeinsame Essen und Trinken, die Stopf- und Stricktreffen, das gemeinsame Tun und das „Nähe-Entstehen-Lassen“. All das lässt sich in folgender Aussage zusammenfassen: „Ich gebe gern was her, es kommt eh wieder was anderes zurück (und ich vertraue darauf).“ Auch konkretes Tauschen wurde genannt z.B. Näharbeiten gegen Staubsaugerreparatur oder dass der Biete/Suche-Austausch jetzt spontan erfolgt.

Schwierigkeiten wurden ebenfalls angesprochen, wie die (unbegründete) Angst vor dem „Ins-Minus-Gehen“, zuwenig Leute, das Gefühl, dass der „Tausch nicht fließt“ oder manche den Eindruck haben, dass keiner will, was man selbst anbietet.

Die zwei Hauptfragen des Abends „Was ich mir vom Tauschkreis Gloggnitz erwarte“ und „wie wir gemeinsam ein anderes Wirtschaften leben wollen“ diskutierten wir im Sitzkreis.

Ein Hauptthema war dabei die Frage, wie wir darauf hin arbeiten können, vermehrt Basisbedürfnisse abdecken zu können (z.B. Ernährung). Dazu ist sogar eine „Überlebensgruppe“ in Gründung. Bemerkenswert – aus meiner Sicht!

Die Lust am „Nicht-Geld“ wurde ebenso thematisiert wie das Grundthema, dass es auch darum geht, die Zusammenarbeit wieder zu lernen, sich Mut zuzusprechen oder etwas einzuüben, wenn die Zeiten schlimmer werden.

Auch die Idee einer Regionalwährung „Schwarzataler“ wurde angesprochen. Abschließend wurden selbstgemachte Liköre verkostet und getauscht, die zwei Neuen haben sich beim Tauschkreis angemeldet und konkrete Absprachen punkto Pflanzentausch getroffen.

Mein persönliches Fazit als Außenstehender: Gespräche dieser Art sind sehr wertvoll, weil sie Raum schaffen, um verschiedene Sichtweisen darzulegen, neue Erkenntnisse zu gewinnen oder auch Vergessenes wieder in Erinnerung zu rufen. Sie stärken das Bewusstsein darüber, in welche Richtung wir gehen wollen und die Motivation dafür auch selbst etwas zu tun.

Denn: „Ich selbst bin die Veränderung, die ich mir wünsche für diese Welt.“ (Mahatma Gandhi)

Danke an Susanne fürs Organisieren und allen, die gekommen sind!

 

Solche „Kamingespräche“ mache ich auch gerne in anderen Tauschkreisen.

Bei Interesse freue ich mich auf eure Kontaktaufnahme: Bernhard Haas Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0676 812 10 802

Freitag, 28 April 2017 12:27

Reparaturcafé beim Tauschkreis Wienerwald

geschrieben von

Bernhard Haas berichtet vom erfolgreichen Reparaturcafé des Tauschkreises Wienerwald.Rep Cafe 03 17 25

Unser Reparaturcafe heute war ein schöner Erfolg: insgesamt wurden 35 Gegenstände zur Reparatur gebracht, davon konnten rund 80% (25 Stück) wieder instandgesetzt werden. Darunter waren unglaubliche 7 Nähmaschinen, allerlei elektrische Geräte wie Radios, Häcksler, Bohrmaschinen, Mixer, Mikrowelle, ein Drucker und auch eine geschmolzene Fernbedienung für ein Klimaanage, die trotz völlig verbogenem Rep Cafe 03 17 20Gehäuse wieder funktionsfähig gemacht werden konnte.  

Auch die Nähwerkstatt war gut besucht: Schal, Hose, Haube und ein Kirschkernsackerl wurden genäht, eine Hose gekürzt und ein Vorhang zurechtgeschnitten. Weiters wurden rund 30 Schneidgeräte geschärft, darunter 4 Kettensägen, viele Messer, 3 Äxte, eine Sichel und 5 Scheren, danke an Norbert Strauss von Lets fürs Einspringen!Rep Cafe 03 17 15

TK-Mitglied Thomas schnitt mehreren Tauschis die Haare und gab auch Pflegetipps.

Elfriede, Marion und Evelyn umsorgten uns unermüdlich mit Köstlichkeiten vom Buffet; Kaffee, Kuchen, Aufstriche wurden mittags durch eine Kartoffelsuppe und frische Palatschinken von Norbert ergänzt - danke an euch alle und auch an Bina fürs unermüdliche Fotografieren! 

Rep Cafe 03 17 29Wer Pause machte, konnte sich am Infostand der Bank für Gemeinwohl und bei allerlei Broschüren für ein nachhaltiges Wirtschaften schlau machen. 

Unser ganz besonderer Dank gilt den "ReparaturistInnen", die die Veranstaltung erst ermöglicht haben: Markus Gaugusch, Christian Stohl, Richard Kail, Edith Höger, Antenea Holzhacker, Karin Eitel, Norbert Strauss, Martin Zecha, Thomas Rydl - es war super! Rep Cafe 03 17 45

Den Ausklang feierten wir mit einem Glas Sekt und burgenländischen Knoblauchchips, die uns von einer dankbaren Gablitzerin geschenkt worden waren - insgesamt eine tolle Veranstaltung!

alle Fotos: (c) Bina Aicher, 2017

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