Newsletter-Beiträge

Newsletter-Beiträge (98)

Sonntag, 21 August 2016 16:03

Nachlese - 5 jahresfeier GIVE-away-FESTe

geschrieben von

 

Reinhard Urban berichtet von der 5-Jahres-Feier der GIVE-away-FESTe am 29.6.16 am Landgut Cobenzl.

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GIVE away

Wie jedes Jahr war es gleichzeitig ein SOL-Treff, der Griller wurde angeheizt und Bauerngolf konnte ausprobiert werden. www.bauerngolf.wordpress.com

Die Stimmung und das Wetter waren sehr angenehm. Das empfehlenswerte Adhoc Playback Theater www.adhoctheater.com hat anlässlich unserer Feier einige vom Publikum eingebrachte Geschichten in wunderbarer Weise gespielt und gespiegelt. Eine Bereicherung!DSC 0164

Tatsächliches Schenken befreit äußerlich und innerlich, bringt Freude und menschliche Kontakte in Schwung und schafft eine gute Atmosphäre.

Du bist eingeladen beim nächsten GIVE-away-FEST dabei zu sein  www.give-away-feste.lima-city.de oder schau unter www.nachhaltig.at

Hier unter Download findest du die nächsten Termine!

 

 

Fotos: © Michael Mach

Sonntag, 21 August 2016 15:57

Das Töpfern – meine Passion

geschrieben von

nora TöpfernNora Loschan vom Tauschkreis Baden erzählt, warum sie leidenschaftlich töpfert und was sie erlebt, wenn sie ihre Passion mit anderen teilt.

In meinem Atelier in Enzesfeld-Lindabrunn gehe ich nicht nur regelmäßig meiner Leidenschaft nach sondern ich halte dort im Sommer auch Töpferkurse für interessierte Kinder und Erwachsene. Wenn ich dabei innehalte, merke ich, dass meine Passion ansteckend ist.

Unter meinen SchülerInnen sind sowohl viele Frauen mit unterschiedlichem Alter und beruflichem Werdegang als auch Kinder.

Der Umgang mit Ton ist für Erwachsene schwieriger als für Kinder. Kinder gehen unbefangener und mit Schwung an die Sache heran. Auch wenn sie noch nicht konkret wissen, was sie machen werden, beginnen sie den Ton zu kneten, zu walken und manchmal sogar zu hauen. Mir kommt vor, dass diese heftige Aktivität ihre Energie frei lässt und ein inneres Wachrütteln von Kreativität auslöst.

Erwachsene haben oft ein fixes Bild von dem was sie machen möchten. Nur der Weg dorthin scheint nicht so leicht zu sein. In diesen Situationen ist es praktisch mit Schablonen zu arbeiten, von denen ich eine ganze Sammlung in meiner Werkstatt habe. Wenn also jemand eine bestimmte Schüssel bauen möchte, suchen wir die entsprechende Form aus meinem Sammelsurium, etwa ausgeschiedene Lampenschirme. Mit einfachen Mitteln und ein bisschen Technik wird dann die Grundform eines einmaligen Objektes, z. B. eines Brotkorbes (siehe Bild), erzeugt.

Den nächsten Kreativitätsschub löst die Entdeckung aus, dass diese absolut glatte Oberfläche strukturiert werden kann. Dafür ist eine Auswahl an kleinen technischen Bestandteilen aus Küchen- und anderen Maschinen bestens geeignet. Minizahnräder machen attraktive tiefe Rillen in das Material. Rohre mit verschiedenem Durchmesser, etwa Kugelschreiber, prägen die Fläche. Mit diversen Düsen kann man z. B Blumenmuster erzeugen.

Solange der Ton noch weich ist, kann man durch Zugabe und Wegnahme von Material das Objekt verzieren und verändern.

Eine Sonderform des Töpferns ist das Töpfern auf der Scheibe. Beim Anblick der sich drehenden Scheibe und des emporwachsenden Objektes reagieren Kinder begeistert während Erwachsene sich angesichts der feinspritzenden Tonpatzen eine Schürze umbinden.
Für Kinder ist es ein taktiles Erlebnis, bei dem sie ihre mit Ton bedeckten Hände bestaunen. Die meisten lächeln dabei, nur einige wenige sind ziemlich entsetzt über ihre gatschigen Hände.
Das Beste, was einem Erwachsenen an der Töpferscheibe passieren kann, ist, dass er/sie zu Ruhe kommt. Die Technik verlangt in erster Linie einen „No-Panic-Mode“, denn es geht mehr um ein Halten und Drücken des Materials als um ein Formen. Im Idealfall führt diese Arbeit zu einer Spiegelung und Bestätigung des eigenen Ich, die meist erst nach dem Brennen und Glasieren deutlich wird.

Wer jetzt noch nicht weiß, ob Töpfern eine interessante Tätigkeit ist, dem empfehle ich, sich nach dem Motto "the proof of the pudding is in the eating" ran an den Ton zu wagen.

nora brotkorb nora maske nora rotekatze nora spardose

Sonntag, 21 August 2016 17:49

Zeit ist Geld. Ist Zeit Geld?

geschrieben von

Michael j0285017Michael Karjalainen Dräger macht sich Gedanken, warum Tauschkreis-Mitglieder in Umbruchzeiten wie diesen dem herrschenden Gesellschaftssystem einen Schritt voraus sind und dazu beitragen, dieses konstruktiv zu wandeln.

I.
Wenn Zeit Geld wäre, dann wäre jeder von uns steinreich. Wenn jede Lebensstunde tatsächlich in Geldleistung gemessen würde, dann hätte jedeR von uns genau soviel wie man zum Leben braucht.

II.
Dieses geflügelte Wort ist allerdings nicht in diesem Sinn ernst gemeint. Das zeigt sich Tag für Tag, Stunde für Stunde, ja Minute für Minute, wenn nicht sogar Sekunde für Sekunde. Jene, die es gerne in den Mund nehmen, wollen damit anderes zum Ausdruck bringen. Etwa, dass da jemand ihre kostbare Zeit ungebührlich in Anspruch zu nehmen versucht. Oder dass sich derjenige jetzt wirklich ranhalten müsse, weil sonst weniger Geld fließt, wenn die Zeit nicht maximal genutzt wird.

III.
Die Maximierung der Zeit ist nicht deren Optimierung. “Mein Tag hat 48 Stunden” pflegen die zu sagen, die sich unersetzlich fühlen. Sie wollen anderen damit zeigen, was für großartige Macher sie sind. Wer aber die tatsächliche Fülle der Zeit begriffen hat, weiß um die Lebensarmut dieser Menschen. In einer Zeit, in der alles der Ideologie des Kapitalismus unterworfen werden soll - und sich die meisten auch mehr oder weniger freiwillig diesem Diktat unterordnen - ist die Kapitalisierung der Zeit eine logische Konsequenz.

IV.
Michael Ende hat in seinem Märchenroman “Momo” das Thema schon in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts aufgegriffen. Der Gedanke vom Zeitsparen, der die Bewohner eines kleines, verschlafenen Städtchens erfasst führt zu den Zuständen, die uns bestens vertraut sind: Hetze, Fast food, Seelensilos im Bildungssystem und die Herzlosigkeit des Outsourcings von Familien-, Freundschafts- und Nachbarschaftsleistungen. Im Roman braucht es eine müßiggehende junge Dame, die im Rückwärtsgehen zu den Wurzeln der Zeit deren Geheimnis erfasst. Auf diese Weise findet sie den Schlüssel zu den eingefrorenen Stunden, um sie den Menschen zurückzugeben, bevor sie von denen verraucht werden, die von nichts anderem leben können (den grauen Herren).

V.
Holen wir uns also die Zeit zurück. Sie ist unsere Lebenszeit. Es muss möglich sein, dass wir, da wir geboren sind, leben und all das haben dürfen, was dazu notwendig ist. Im Sinne des derzeit herrschenden kapitalistischen Systems wäre daher die Bezahlung der Lebenszeit angebracht. Dies kann durch ein bedingungsloses Grundeinkommen bewirkt werden. Die daraus folgende Zeitautonomie wird der gesamten Menschheit helfen. Dann hat endlich jedeR die Zeit, das in die Gemeinschaft einzubringen, was sie/ihn wirklich ausmacht. Alles wird anders. Alles wird besser.

VI.
Jenseits des derzeitigen Wirtschaftssystems wird Geld keine Rolle mehr spielen, da die Lebenszeit zum “Zahlungsmittel” wird. Die Mitglieder der Tauschkreise des Talenteverbundes haben das schon begriffen und sind somit VorreiterInnen einer neuen Gesellschaftsordnung, die nicht aufzuhalten sein wird.

VII.
Der Weg dorthin wird aber über eine große Krise führen, die eine Katharsis (Läuterung) bewirken wird. Wie in der griechischen Tragödie, der wir diesen Begriff verdanken, wird es nicht ohne Schmerzen und Trauer gehen. Die, die das zukünftige System als PionierInnen aber jetzt schon leben, werden mit ihrem Mut und Ihrer Erfahrung voller Zuversicht wesentlich besser durch diese Zeit kommen. Denn niemand kann ihnen eine ihrer Lebensstunden nehmen über die sie autonom und selbstbestimmt verfügen.

Sonntag, 21 August 2016 15:43

Der Boden auf dem wir leben

geschrieben von

Maria Kvarda IMAGE 149In der Fortsetzung ihres Beitrages über Biodiversität aus dem letzten Newsletter fordert Maria Kvarda dazu auf, den eigenen Verbrauch an Ressourcen zu überprüfen und zu vermindern, damit die nötige Vielfalt an Böden erhalten bleibt.

In Österreich haben wir Wald, Äcker (+Ackerraine), Moore, Sümpfe und Grünland. Waldflächen nehmen in Österreich auf Kosten des Grünlands (Almen uns Wiesen) zu. Grünland, Moore und Sümpfe sind bei uns am stärksten gefährdet.

Diese Vielfalt der Ökosysteme ist aber notwendig, weil dadurch unser Klima reguliert und CO2 gespeichert wird. Sie schützt uns außerdem vor Lawinen und Hochwasser und wandelt Regenwasser in Trinkwasser um. Die Mannigfaltigkeit an Böden produziert zudem unsere Nahrungsmittel und beherbergt die gesamte Fülle der Tier- und Pflanzenwelt.

In Österreich wird derzeit täglich die Fläche von 10 Fußballfeldern versiegelt. Das bedeutet, dass Grünland durch Straßen, Parkplätze, Häuser, Einkaufszentren und Fabriken abgedichtet wird. Dadurch kann kein Wasser in den Boden eindringen, der Lebensraum für Pflanzen und Bodenlebewesen geht verloren. Verbauter Boden kann kein CO2 mehr speichern, er lässt Niederschläge schnell abfließen – das führt vermehrt zu Hochwasser! Hochwasserschutzbauten aber sind teuer und nicht immer sicher. Daher brauchen wir wieder mehr Überflutungsflächen und natürliche Bach- und Flussläufe.

Mit der Zerstörung unserer Ökosysteme tragen wir dazu bei, dass wir seit dem 8. August 2016 auf Kosten der Natur leben. Dieser Tag wird als „Welterschöpfungstag“ („Earth Overshoot Day“) bezeichnet. An diesem Tag, so haben Wissenschafter errechnet, haben wir alle Ressourcen verbraucht, die die Erde in diesem Jahr ersetzen kann. Dieser Tag tritt alljährlich um ein paar Tage früher ein. Von diesem Zeitpunkt an leben wir für den Rest des Jahres von den stillen Reserven unseres Planeten. Durch dieses Vorgehen bräuchten wir bis zum Jahr 2030 zwei Planeten, um unseren Bedarf an Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu decken.
Doch wir alle können etwas für die Erhaltung unserer Erde tun, in dem wir den eigenen Verbrauch an Ressourcen überprüfen und vermindern sowie dieses Wissen an andere weitergeben!
Die Wichtigkeit dieses Schrittes kann jedem von uns noch besser bewusst werden, wenn wir uns etwa einen Tag in einem der Naturparks in Niederösterreich gönnen und uns von der Pracht und Fülle der Natur überzeugen lassen. Machen wir uns selbst ein Bild. Nähere Infos dazu unter http://www.naturparke-noe.at/

Sonntag, 21 August 2016 17:40

Die Bienenhüterin

geschrieben von

Margareta 20160818 064237Margareta Stöger-Haselböck erzählt wie sie mit Hilfe des Tauschkreises zur Imkerin geworden ist und schon 5 Bienenvölker im Wert von € 500,- „ertauscht“ hat.

Seit Gründung des Tauschkreises Mistelbach setze ich mich tatkräftig fürs Tauschen ein. Ich füllte auch schon die Funktion der Schriftführerin und jetzt jene der Leiterin aus.

Seit einiger Zeit engagiere ich mich auch zwei Mal im Monat bei der Kinderkleiderausgabe von ADRA für Familien auf der Flucht. Ich möchte dabei zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird, die Menschen willkommen heißen und ihnen offen, vertrauensvoll und freundlich gegenüber zu treten. Das motiviert mich.

Durch die auf diese Weise entstandene einzigartige Zusammenarbeit von ADRA mit dem Tauschkreis bekomme ich nun einiges für meinen bisherigen Einsatz zurück.

Die von Monika Fuchs initiierten Gespräche zwischen dem Leiter von ADRA Österreichbund und dem Leiter des TK NÖ ergaben eine monatliche Unterstützung von 7-10 Tauschstunden für meine Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe. Da ich mich schon lange als Imkerin selbständig machen wollte, investierte ich diese Stunden in 5 Bienenvölker im Wert von 500 Euro. Weitere werden noch folgen. Das ist ein großer Segen und eine große Freude für mich und ich bin sehr dankbar dafür.

Imkerin zu sein, mit den Bienen zu leben und von ihnen zu lernen macht mich sehr glücklich.
Ich bin "Die Bienenhüterin" und praktiziere die "wesensgemäße Bienenhaltung". Wesensgemäße Bienenhaltung entsteht durch eine respektvolle, offenherzige Beziehung zu den Bienen. Die Art der Haltung orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen und Instinkten des Bienenvolks. Mehr dazu unter: www.mellifera.de und www.apis-z.at .

Nächstes Jahr, so alles so gut läuft wie bisher, biete ich dann auf Stundenbasis Presshonig und Naturwabenhonig aus wesensgemäßer Bienenhaltung in Bioqualität oder vielleicht sogar in Demeterqualität an.

Sonntag, 21 August 2016 17:30

Ein rundum gelungener Sommerabend

geschrieben von

Karl Watz 20160730 FeuerKarl Watz berichtet in Text und Bildern vom Sommerfest des TK Wiener Neustadt.

Der Tauschkreis Wr. Neustadt lud am Samstag, den 30. Juli 2016 zum selbstorganisierten Sommerfest. Das Organisationsteam kümmerte sich um einen passenden und schönen Ort, Tische und Bänke zum gemütlichen Sitzen, sowie einen Griller und einen Feuerkorb.

Für die kulinarischen Genüsse sorgten die Gäste selbst und auch diesmal durften sich alle Beteiligten an einem vollen Buffettisch erfreuen!

Bei schönem Sommerwetter feierten knapp 40 Personen gemeinsam und nutzten diese Gelegenheit auch gleich zum Tauschen. Zum Abschluss wurde noch Feuer in der Feuerschale gemacht.

Es war ein rundum gelungener angenehmer Sommerabend.

Wir freuen uns schon jetzt auf 2017!

 

Karl Watz 20160730 Buffet1 Karl Watz 20160730 Buffet2 Karl Watz 20160730 Personen2

 

Freitag, 29 Juli 2016 14:20

Generalversamlung des Talenteverbundes

geschrieben von

Foto zu meiner Person

Zur Information an alle Mitglieder!

Am 20.7.2016 fand in Wien die Generalversammlung des Talenteverbundes statt.

Alle drei stimmberechtigten Mitglieder (TK-NÖ, TK-Wien, LETS) die Rechnungsprüfer, die Schriftführerin und 3 Mitglieder des Vorstandes waren anwesend.

Die Rechnungsprüfer haben den Rechenschaftsbericht vorgetragen, welcher von den Mitgliedern einstimmig angenommen wurde.

Der bisherige Vorstand ist entlastet worden und für die nächste Periode, gleichzeitig mit beiden Rechnungsprüfern, einstimmig zur Weiterarbeit wieder bestellt.

Folgende Beschlüsse wurden auf Antrag gefasst:

1. Die Statuten werden dahingehend geändert, dass nur mehr 4 Vorstandsmitglieder im Vereinsregister anzumelden sind.

2. Der Mitgliedsbeitrag für ordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) wird nach der Fusion der 3 Mitgliedsvereine mit dem Talenteverbund € 36 oder 3 Stunden betragen.

3. Der Umrechnungsfaktor für das Finanzamt wurde mit € 12 für eine Stunde neu festgelegt.

Das ist in aller Kürze alles! Falls du Fragen hast, so kannst du dich bei mir melden!

Peter Czeipek

Leiter Koordinationskreis (Vorstand)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Montag, 25 Juli 2016 16:35

Der Haus- und Wohnungstausch

geschrieben von

DSC01278Vor 30 Jahren hat meine Frau zufällig, etwas über den Tausch von Häusern im Urlaub gelesen. Über eine Organisation, die Adressen vermittelt, kann man Menschen finden, mit denen man zu Urlaubszwecken sein Haus oder seine Wohnung tauschen kann. Die Idee hat ihr gleich gut gefallen, während ich selber zuerst etwas skeptisch war. Das kann nicht wirklich funktionieren, dachte ich.

Wir haben es trotzdem versucht und waren derart begeistert, dass wir dann über viele Jahre hinweg fast jedes Jahr auf diese Art Urlaub gemacht haben.

Damals lief alles über Kataloge – jetzt geht es übers Internet. Nach Bezahlen eines Mitgliedsbeitrags und Einschicken des eigenen Hausangebots, bekam man im Laufe des Jahres drei Kataloge mit Informationen über tauschwillige Menschen quer über die ganze Erde – wenngleich der Schwerpunkt, besonders damals, Europa war.

Statt ein Hotelzimmer oder ein Appartement oder ein Ferienhaus zu mieten, tauscht man einfach das eigene Haus oder die eigene Wohnung mit jemand anderem, wohnt im Urlaub in dessen oder deren Haus und überlässt den Tauschpartnern das eigene Domizil.

Verschlüsselt mit Kürzeln oder Symbolen fand man in den Katalogen alles Wichtige und Wissenswerte. Wie groß Haus oder Wohnung ist, wie viele Zimmer, Badezimmer, ob Garten oder nicht, Lage in der Landschaft (in der Stadt, am Meer, am Waldrand ...) Platz für wie viele Menschen, ob für Kinder geeignet oder nicht, welche technischen Geräte vorhanden sind, wo die nächste größere Stadt ist etc.

Wenn der erste Katalog erschienen war, dann warteten wir – die ganze Familie, wir mit unseren drei Kindern - gespannt auf Tauschangebote, die damals meist per Brief, oder für den ersten Kontakt telefonisch kamen. Wir schauten in den Landkarten nach, wo genau eine Stadt oder ein Dorf liegt, wie die beigelegten Fotos sind und beratschlagten, ob wir näher nachfragen oder vielleicht sogar zusagen sollten. Meist suchten wir nicht aktiv nach bestimmten Plätzen, sondern ließen uns von der Fülle der Angebote überraschen.

Jetzt ist alles durch Internet und Email viel einfacher und statt auf Post zu warten sucht man im Internet oder wartet auf Angebotsmails.

Es ist dies die beste Art Urlaub zu machen, die wir kennen – von mehreren Gesichtspunkten her.

• Da ist einmal der ökologische Aspekt. Man braucht kein Hotel oder keine Ferienwohnung oder Ferienhaussiedlung zu bauen, man benützt etwas, das ohnehin da ist, nämlich die leer stehende Wohnung der Tauschpartner.
• Und dann der Komfort: Statt in einem engen Hotelzimmer oder einem oft dürftig eingerichteten Appartement zu leben, hat man ein ganzes, voll ausgerüstetes Haus, oft noch mit Garten. Vor allem mit Kindern ist dies ein wichtiger Aspekt und vor allem, wenn das Wetter nicht so ist, wie man es gerne hätte. Was macht man bei Regen in einem Hotel? Aber in einem voll eingerichteten Haus gibt es viele Möglichkeiten!
• Da wir an sich schon eine fünfköpfige Familie waren und oft noch Freunde unserer Kinder mit waren, also sechs, haben wir meist mit anderen Familien getauscht, was bedeutete, dass es Spielzeug für die Kinder gab, eventuell sogar Bücher zum Alter passend.
• Man lernt dabei das fremde Land viel besser kennen, als bei anderen Urlauben. Man muss einkaufen gehen, meist gibt es Kontakt mit Nachbarn oder Verwandten – was überhaupt ein besonders schöner Aspekt ist.
• Auch wenn man die Tauschfamilie meist nicht persönlich trifft, man lernt sie doch über die Wohnung, deren Bücher etc. näher kennen. Oft steht zur Begrüßung eine Flasche Wein auf dem Esstisch oder auch ein Kuchen oder im Kühlschrank stehen Lebensmittel für den ersten Tag. All das macht es menschlich so schön.
• Und dann natürlich der finanzielle Aspekt. Wir hätten uns diese Urlaube quer über Europa nie leisten können, schon gar nicht zwei oder drei Wochen lang.
• Es muss auch für unsere später schon ganz oder fast erwachsenen Ältesten schön gewesen sein, denn solange wir getauscht haben, sind sie meist für einige Zeit auf Besuch gekommen.

Als alle Kinder aus dem Haus waren, haben wir zuerst aufgehört zu tauschen, inzwischen aber wieder angefangen und wir genießen es zu zweit so sehr, wie damals als Familie.

Oft wurden oder werden wir gefragt, ob das nicht riskant sei, die Wohnung wildfremden Menschen zu überlassen. Nun, einerseits waren wir immer gleichzeitig in deren Wohnung, andrerseits steht hinter allem doch eine Organisation und dann braucht man wahrscheinlich ein Mindestmaß an Vertrauen.

Eine Kollegin von mir, der ich davon erzählt hatte, hat auch mit dem Haustausch begonnen. Letztes Jahr, als wir gerade in Dijon (mit Wohnungstausch) waren, rief sie mich an und erzählte, dass ihre derzeitige Tauschpartnerin als Kind mit ihren Eltern im Weinviertel beim Haustausch war und es stellte sich heraus, dass sie mit ihrer Familie vor langer Zeit mit uns getauscht hatte.

Danke für diesen Beitrag an Oskar Luger / Buchautor

Anmerkung der Redaktion: Haus- und Wohnungstausch funktioniert seit langem auch im Talenteverbund über Cyclos und wird in absehbarer Zeit auch auf der Homepage unter Talente zu finden sein. Interessenten können sich jetzt schon bei der Redaktion melden.

Montag, 25 Juli 2016 12:46

Das Wasser in unserem Körper

geschrieben von

DSC06022Warum regelmäßige Wasseraufnahme für unseren Körper, der seinerseits zum größten Teil (60-75%) aus Wasser besteht, so wichtig ist, erfahren wir von Heidemarie Moser.


Wasser hat die Fähigkeit, Nährstoffe und Informationen von Zelle zu Zelle, sowie Schad- und Abfallstoffe zu den Ausscheidungsorganen zu transportieren. Es erfüllt in unserem Körper viele Aufgaben, etwa die Steuerung des Energiehaushalts, die Regulierung des Elektrolyt- sowie des Säure-Basen-Haushalts und der Körpertemperatur. Innerhalb von 24 Stunden fließen 1.400 Liter Blut durch unser Gehirn, durch unsere Nieren sogar 2.200 Liter. Bei einem Wassergehalt des Blutes von 80% sind das ca. 1.100 Liter Wasser, die unser Gehirn durchströmen und über 1.700 Liter Wasser in unseren Nieren.


Es ist daher wichtig, unseren Wasserhaushalt durch das Trinken von genügend qualitativ gutem Wasser aufrecht zu erhalten. Für einen erwachsenen Menschen bedeutet das je nach Körpergewicht zwischen 2 und 4 l Wasseraufnahme pro Tag. Der menschliche Körper kann Wasser in Zeiten von Wassermangel nicht speichern und reagiert auf diesen mit vielen unterschiedlichen Beschwerden, etwa Schmerzen, allgemeine Schwäche, Antriebslosigkeit, plötzlich nachlassende Konzentrationsfähigkeit, Bauch- und Kopfschmerzen, sowie Gliederschmerzen. Auch ein plötzliches Schwindelgefühl kann auf einen Mangel an Wasser hinweisen.

Daher lohnt es sich, gleich nach dem Aufstehen, morgens 1-2 Gläser Wasser als Ausgleich des nächtlichen Flüssigkeitsverlustes zu trinken. Im Zusammenhang mit Mahlzeiten machen sich im Hinblick auf eine gute Verdauung folgende Trink-Regeln bezahlt: vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser zum Neutralisieren der extrem sauren Verdauungssäfte im Magen, nach dem Essen jedoch nur wenig, da es sonst zu einer zu starken Verdünnung der Verdauungssäfte kommt, aber 2,5 Stunden nach einer Mahlzeit wieder viel trinken, denn da sind die Speisen schon verdaut und werden jetzt durch den Darm transportiert.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Alkohol, Kaffee, Cola, Schwarztee und diverse Kräutertees dem Körper Wasser entziehen, das durch zusätzliches Wassertrinken ausgeglichen werden sollte. Auch vor dem Sport sollte viel Wasser getrunken werden, da dies wichtig für’s Schwitzen ist. Um den Salzhaushalt in Balance zu halten, kann man vor allem jetzt im Sommer ein kleines Bröserl naturbelassenes Kristallsalz in jedes Glas Wasser, das man trinkt, geben. Kaltes Wasser benötigt viel Energie, um für den Körper nutzbar zu sein, daher ist es besser warmes, ungekühltes Wasser zu trinken.

Wasser ist durch kein anderes Getränk zu ersetzen, es sollte immer ohne Kohlensäure getrunken werden, da diese eine Kohlendioxid-Verbindung ist, die schnell über die Lungen ausgeschieden werden muss. Würden wir reines Kohlendioxid einatmen, müssten wir sofort sterben.

Trink dich gesund - einen schönen Sommer wünscht Heidemarie Moser!

Quelle: http://www.wasser-hilft.de

Montag, 25 Juli 2016 12:38

Tauschkreis auf Reisen

geschrieben von

20160710 093011Eine Gruppe des Tauschkreises Graz besuchte am 9. und 10. Juli die Hauptstadt des Weinviertels. Der Tauschkreis Hollabrunn übernahm die Organisation und verwöhnte die Gäste aus der Steiermark mit einem vielfältigen Programm. Nach einem herzlichen Empfang und dem Mittagessen folgte ein Besuch in der Amethystwelt Maissau, wo noch bis Jahresende die Sonderaustellung „Secret Lights – das Geheimnis leuchtender Sterne zu bewundern ist.

Danach ging’s in die Stein-Werk-Arena in Großreipersdorf bei Pulkau, die an diesem Tag zum Kreativzentrum für alle Generationen wurde. Insgesamt 30 Stationen (vom kreativen Gestalten über aktives Naturerleben bis zu Musik- und Tanzworkshops) machten Lust auf’s Mitmachen und Experimentieren.Der Tauschkreis Hollabrunn zeigte dort anhand von praktischen Beispielen, wie die Währung „Zeit“ funktioniert. Angenehm erschöpft kehrten wir abends beim Heurigen Franz Wallig in Pulkau ein. Nach dem Schmausen wurden die Grazer Gäste in ihre Privatquartiere geführt.


P1050316Am nächsten Morgen gab es eine Exklusivführung durch Hollabrunn mit dem beliebten Stadtführer Adolf Müller. Dabei konnten unsere Gäste viel Interessantes und Geschichtliches über Hollabrunn erfahren. Alternativ dazu gab es eine Lama-Wanderung in Obritz bei Hadres. Der nächste Höhepunkt war der Besuch des Heldenbergs – eine prachtvoll dargestellte Geschichte und eine Gedenksstätte des berühmten Grafen Radetzky. Abschließend gab es ein opulentes Mittagessen bei einem Mitglied des Hollabrunner Tauschkreises, wo auch ein reger Gesprächsaustausch stattfand.
Die beiden Tage waren ein nettes und herzliches Zusammensein unter den „Tauschkreislern“. Auf diese Weise macht das Tauschen besonders viel Spaß!

Mehr Bilder


Für diesen Beitrag danken wir Arnold Ehrenfeld / TK Hollabrunn

 

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