Sonntag, 26 Februar 2017 09:42

„Nur gemeinsam sind wir stark“

Gerald Hüther hat in der Vorwoche ein spannendes Interview mit Kobinian Frenzel in Deutschlandradio Kultur geführt. Arnold Ehrenfeld hat es entdeckt und lädt zum Nachhören bzw. Nachlesen ein.

Gerald Hüther betont im Gespräch, dass der Mensch sein volles Potential nur entfalten kann, wenn er nicht ständig mit dem „gnadenlosen Wettbewerb“, in dem Jeder gegen Jeden kämpft, beschäftigt ist. Evident ist für ihn, dass jeder Mensch mit der intrinsischen Motivation für Höchstleistungen geboren wird. Diese Motivation gehe allerdings kaputt, „sobald man Menschen zwingt, Türme auf eine bestimmte Weise zu bauen, oder ihnen dauernd zeigt, dass der Papa noch einen größeren Turm bauen kann."

Am Anfang des Lebens nimmt sich der Mensch zudem als Subjekt wahr, was ein weiterer Faktor ist, der ihn fordert und fördert. Im Lauf des Heranwachsens werden wir alle aber zu Objekten degradiert, eine Tatsache, die uns ebenfalls demotiviert und damit weiter schwächt.

Daher brauche es, so Hüther, eine neue Form der Gemeinschaft: "Das sind Angst-, Weck-, Not-, Besitzstandswahrungsgemeinschaften, und die entscheidende Frage, vor der wir jetzt stehen im 21. Jahrhundert, ist, ob wir es auch schaffen, Gemeinschaften zu bilden, in denen Menschen aneinander und miteinander wachsen."

http://www.deutschlandradiokultur.de/hirnforscher-gerald-huether-nur-gemeinsam-sind-wir-stark.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=379479

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