Tauschkreiserlebnisse und "Anders Wirtschaften"

Tauschkreiserlebnisse und "Anders Wirtschaften" © CC0 Public Domain

Hertha Horvath fasst die Ereignisse beim Kamingespräch des Tauschkreis Wien mit Bernhard Haas zusammen.

Beim letzten Treffen kamen 24 Tauschkreismitglieder – auch drei aus Hollabrunn und ein Gast - in die Bürgerspitalgasse, um sich gemeinsam mit Bernhard über ihr "Schönstes Tauscherlebnis" und über das Thema "Anders Wirtschaften" auszutauschen.

In kleinen Gruppen aufgeteilt wurde zuerst über das schönste Tauschkresierlebnis beraten, diese analysiert und dann berichtet:

Dabei spielten die die soziale Komponente (menschliche Begegnungen auch ausserhalb des Tauschkreises; bereichernder Gedankenaustausch, Verständnis; Freude an der Vernetzung, erfreuliche Aussichten, Freude und Erfahrung weitergeben), das überregionale Tauschen (woanders übernachten, Urlaube in den Bundesländern) und praktische Dinge (wie z.B. Umzugs- und Renovierungshilfe, kleine Reparaturarbeiten, Wohnungssuche) eine entscheidende Rolle.

Danach widmeten wir uns der Frage "Wie kommen wir zu einem anderen Wirschaftssystem?

Folgende Ideen wurden genannt: Infos zu kostenlosen Workshops und Seminaren weitergeben, Infoveranstaltungen an höheren Schulen, alternatives Konzept zu Plus – und Minusstunden, Reparaturcafés, Symposium mit Heini Staudinger zu Pfingsten, die Gemeinde einbinden, Projekt Heidenreichstein (bedingungsloses Grundeinkommen; Karl Immervoll).

Aber man soll die 72-Stunden-Regel nicht vergessen, die besagt: Alles, was man sich vornimmt, muss man auch innerhalb von 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Chance, dass man das Projekt jemals umsetzt, deutlich. Schuld daran ist nicht nur der innere Schweinehund, sondern meist mangelnde Entschlossenheit. Denn wer sich einer Sache ganz verschreibt, mit Herzblut und Leidenschaft, der will damit auch loslegen. Und der erste Schritt ist dabei der Wichtigste. Andernfalls bleibt es nur ein frommer Vorsatz...

Ein weiterer Punkt war die Philosophie des Talenteverbundes: Es wird im Verhältnis 1:1 getauscht, es besteht keine Gewinnabsicht und auch keine Gewinnsteuer und demzufolge auch keine Gefahr für das Finanzsystem. In diesem Zusammenhang wurde wieder die Frage zum „Pensionskonto“ und „Ich habe zu wenig Stunden“gestellt. Das Credo war: je besser man vernetzt ist, desto mehr Tauschaktivitäten bieten sich an. Das Ansammeln und Horten von Stunden ergibt in unserem System keinen Sinn. Und: es gilt seine eigenen Talente entdecken!

Im Anschluss wurde noch getauscht und die Diskussion über die Themen fortgesetzt. Die Veranstaltung wurde mit Interesse wahrgenommen und von vielen mit Lob aufgenommen. In den routinemäßigen Ablauf unserer Treffen wurde ein frischer Wind gebracht. Danke an Bernhard Haas!

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