Aktuelles
Aktuelles

Aktuelles (18)

Der Arbeitskreis Soziales wird unter der Leitung von Anneliese Weichart aus dem Tauschkreis Wiener Neustadt seine Arbeit nach einer längeren Pause wieder aufnehmen. An dieser Stelle gibt sie erste Informationen und lädt Interessierte zur Mitarbeit ein.

„Ideen gab es viele“, meint die frühere Leiterin des AK Soziales Ulli Brocza, „aber die Umsetzung war komplex und vielleicht war die Zeit noch nicht reif für eine umfassende Erweiterung des schon bestehenden Angebotes unserer Tauschkreise.“

Die Ideen reichten von einer Solidargemeinschaft Gesundheit, über soziale Unterstützung der Mitglieder etwa durch ein Notfalltelefon und verschiedene Angebote für Kinder und Jugendliche bis zu Vorsorge, Pflege und Betreuung auf Zeitbankbasis.

Beim letzten Treffen des Koordinationskreises wurde ich mit der Leitung des AK Soziales betraut.

Ende 2015 bin ich dem Tauschkreis beigetreten weil mich die Idee einer Tausch und Solidargemeinschaft überzeugt hat. Nach einem sehr aktiven Berufsleben zuerst als Intensivkrankenschwester und später als Direktorin in verschiedenen Krankenhäusern in der Schweiz und danach in London bin ich seit Herbst 2015 im „aktiven Ruhestand“. Aus meiner beruflichen Laufbahn resultiert mein Interesse an sozialen Projekten und Aktivitäten.

Mein erstes Ziel ist es ein erweitertes lokales Angebot im Raum Wiener Neustadt zu entwickeln. Im Moment reicht das Angebot von sogenannten alternativen Gesundheitsaktivitäten bis zu diverse Hilfsangeboten. Dabei möchte ich die „großen“ Ideen wie Artabana und Zeitbankmodelle für Pflege und Betreuung aus den Augen zu verlieren. In Artabana-Gemeinschaften finden sich Menschen zusammen welche die Verantwortung für ihre Gesundheit und in manchen Fällen auch für ihre Altersversorgung selbst übernehmen möchten und sich dabei gegenseitig unterstützen.

Dafür suche ich für die Mitarbeit im AK interessierte und engagierte Menschen, die schon in der Vergangenheit mitgewirkt haben oder die sich von den dargestellten Ideen ansprechen lassen.

Das erste Treffen findet am 23.6.17 um 16 Uhr bei AEE, 1040 Wien, Karolinengasse 32 statt.

Bitte meldet euch bei Interesse bei mir via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dienstag, 06 Juni 2017 06:56

Die Hoffnung stirbt zuletzt

geschrieben von

Jean Ziegler zeigt in einem Interview mit dem GEA-Brennstoff seinen unheilbaren Optimismus und fordert uns auf, einen Beitrag zur Rettung der Welt zu leisten.

http://brennstoff.com/artikel/der-schmale-grat-der-hoffnung/

Montag, 29 Mai 2017 18:11

Tauschkreiserlebnisse und "Anders Wirtschaften"

geschrieben von

Hertha Horvath fasst die Ereignisse beim Kamingespräch des Tauschkreis Wien mit Bernhard Haas zusammen.

Beim letzten Treffen kamen 24 Tauschkreismitglieder – auch drei aus Hollabrunn und ein Gast - in die Bürgerspitalgasse, um sich gemeinsam mit Bernhard über ihr "Schönstes Tauscherlebnis" und über das Thema "Anders Wirtschaften" auszutauschen.

In kleinen Gruppen aufgeteilt wurde zuerst über das schönste Tauschkresierlebnis beraten, diese analysiert und dann berichtet:

Dabei spielten die die soziale Komponente (menschliche Begegnungen auch ausserhalb des Tauschkreises; bereichernder Gedankenaustausch, Verständnis; Freude an der Vernetzung, erfreuliche Aussichten, Freude und Erfahrung weitergeben), das überregionale Tauschen (woanders übernachten, Urlaube in den Bundesländern) und praktische Dinge (wie z.B. Umzugs- und Renovierungshilfe, kleine Reparaturarbeiten, Wohnungssuche) eine entscheidende Rolle.

Danach widmeten wir uns der Frage "Wie kommen wir zu einem anderen Wirschaftssystem?

Folgende Ideen wurden genannt: Infos zu kostenlosen Workshops und Seminaren weitergeben, Infoveranstaltungen an höheren Schulen, alternatives Konzept zu Plus – und Minusstunden, Reparaturcafés, Symposium mit Heini Staudinger zu Pfingsten, die Gemeinde einbinden, Projekt Heidenreichstein (bedingungsloses Grundeinkommen; Karl Immervoll).

Aber man soll die 72-Stunden-Regel nicht vergessen, die besagt: Alles, was man sich vornimmt, muss man auch innerhalb von 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Chance, dass man das Projekt jemals umsetzt, deutlich. Schuld daran ist nicht nur der innere Schweinehund, sondern meist mangelnde Entschlossenheit. Denn wer sich einer Sache ganz verschreibt, mit Herzblut und Leidenschaft, der will damit auch loslegen. Und der erste Schritt ist dabei der Wichtigste. Andernfalls bleibt es nur ein frommer Vorsatz...

Ein weiterer Punkt war die Philosophie des Talenteverbundes: Es wird im Verhältnis 1:1 getauscht, es besteht keine Gewinnabsicht und auch keine Gewinnsteuer und demzufolge auch keine Gefahr für das Finanzsystem. In diesem Zusammenhang wurde wieder die Frage zum „Pensionskonto“ und „Ich habe zu wenig Stunden“gestellt. Das Credo war: je besser man vernetzt ist, desto mehr Tauschaktivitäten bieten sich an. Das Ansammeln und Horten von Stunden ergibt in unserem System keinen Sinn. Und: es gilt seine eigenen Talente entdecken!

Im Anschluss wurde noch getauscht und die Diskussion über die Themen fortgesetzt. Die Veranstaltung wurde mit Interesse wahrgenommen und von vielen mit Lob aufgenommen. In den routinemäßigen Ablauf unserer Treffen wurde ein frischer Wind gebracht. Danke an Bernhard Haas!

Freitag, 19 Mai 2017 07:26

Geld regiert die Welt - oder?

geschrieben von

Richard David Precht im Gespräch mit  Marcel Fratzscher, dem Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) über Geld, Politik und Wirtschaft und wer eigentlich die Macht hat.

Ein sehenswertes Video!

Samstag, 29 April 2017 11:36

Rückblick auf das ZART-Treffen in Wien

geschrieben von

Hertha Horvath fasst die Ergebnisse des ZART-Treffens zusammen, das am 22.4.2017 auf Einladung des Talenteverbundes in Wien stattgefunden hat.20170422 141300

Die Begrüßung und die Vorstellungsrunde begannen um 10:30 Uhr. Veronika Spielbichler vom Unterguggenberger Institut in Wörgl übernahm die Moderation.

Bis zur Mittagspause wurde hauptsächlich über die Organisation, die Motivation, die Ideologien und Visionen von ZA:RT diskutiert. In vielen Tauschkreisen wurden Bereinigungen des Mitgliederstandes vorgenommen. Ebenso wurden und werden in einigen Tauschkreisen die Positionen der Leitung neu besetzt.

Der Wunsch von ZA:RT, alle ZA:RT – Scheine einzuziehen, mit einem neuen Datum zu versehen und sie dann wieder zur Verfügung zu stellen, wurde abgelehnt. Gutscheine sind generell 30 Jahre gültig. Sie wurden vor drei Jahren ausgestellt und sind somit noch 27 Jahre gültig.

Da nicht in jedem Tauschkreis der gleiche Wissensstand – überregionales Tauschen betreffend IMG 9481(www.zart.org) – herrscht, wurde von einigen Teilnehmern der mangelhafte Informationsfluss kritisiert.

Insgesamt nahmen an dem Treffen 24 Menschen teil. In der Mittagspause wurde nicht nur gegessen, sondern weiter lebhaft diskutiert, neue Kontakte geknüpft und getauscht.

Am Nachmittag tauschte man sich weiterhin über die Verbesserung des überregionalen Informationsflusses aus. In den verschiedenen Tauschkreisen gibt es unterschiedliche Vorgangsweisen, die sich bewährt haben, unter anderem Tauschkreiszeitungen, vierteljährliche Cyclos-Schulungen, Begrüssungsmappe (im Talenteverbund in Ausarbeitung!) Vernetzung mit anderen Netzwerken wie z.B. in Tirol mit der „Lebensinsel“, in Graz mit „GIT“ und dem Pilotprojekt „RAN“. In der Steiermark besteht die Plattform: „Steiermark gemeinsam jetzt“, diese Form der Information ist natürlich auch auf andere Bundesländer übertragbarIMG 9519.

„Wie wird man bekannter“ und „Tauschmotivation“ waren die nächsten Themen. Es geht vor allem darum, auf lokale Veranstalter und Regionalmedien aktiv zuzugehen, Kooperationen zu bilden, sowie die Pressearbeit zu vertiefen. Grundsätzlich gilt: mehr Mitglieder – breiteres Angebot – mehr Tauschmöglichkeiten. Die von der „Sonnenzeit“ lukrierten „Zeitgeschenke“ erhöhen die Motivation für vermehrte Aktivitäten nicht. Es gilt, die wesentlichen eigenen Fähigkeiten und den Mut zum Ausprobieren zu entdecken, großzügiges Handeln zu entwickeln und sich nicht nur auf die Gegenverrechnung zu beschränken. Weiters wurden verschiedene Themenabende genannt: Bücher, Kleider, Pflanzen, aber immer auf ein bestimmtes Maß limitiert. Der Tauschkreis ist kein Flohmarkt für unbraubare Sachen und Plattform für politische, religiöse, esoterische u.a.m. Verbände!

IMG 9505Für die speziellen Probleme eines Tauschkreises wurden Lösungen vorgeschlagen. Die Mitglieder fanden die Vorschläge sehr konstruktiv und aufbauend.

Einige Mitglieder versorgten die TeilnehmerInnen mit Speisen: da fast alles aufgegessen wurde, schien es allen zu schmecken. Danke an die Köche und Köchinnen!

In Kärnten sollte ein Fest zum 20-jährigen Jubiläum stattfinden, leider war die Resonanz bei den Mitgliedern sehr gering. Man beschränkt sich nun auf die Teilnahme bei einem allgemeinen Herbstfest am 21. Oktober. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Tauschkreise in Wien und Niederösterreich ist es geplant, im Herbst ein Fest zu veranstalten.

Zu guter Letzt wurde ein Vernetzungstreffen im nächsten Jahr in Kärnten vereinbart. Das Vernetzungstreffen wurde um 18:00 beendet.

Einen weiteren Rückblick hat Veronika Spielbichler unter dem Titel "Österreichs Tauschsysteme auf Konsolidierungskurs" verfasst.

Fotos: Veronika Spielbichler (3), Hertha Horvath (1)

Samstag, 29 April 2017 11:36

Filmische Mutmacher

geschrieben von

Hier möchte ich zwei Filme vorstellen, die den Menschen Mut machen:

 

FREE LUNCH SOCIETY, der Film über das Bedingungslose Grundeinkommen, vermittelt Hintergrundwissen zu dieser Idee und sucht nach Erklärungen, Möglichkeiten und Erfahrungen zu ihrer Umsetzung.


Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter. Entscheidend ist das eigene Menschenbild, welche Seite der Medaille man sieht: Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen? Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen? Und weil wir nie gemeinsam die Freiheit hatten, uns anders zu verwirklichen?

Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe nimmt uns der Film mit auf eine große Reise, und zeigt uns, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.“ (Quelle: aus dem Pressetext zum Film)

 

DIE ZUKUNFT IST BESSER ALS IHR RUF macht Mut: Sechs Beispiele erzählen von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten.

Ein Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmittel und Bauen, für Klarheit im Denken über Wirtschaft, für soziale Gerechtigkeit.

Überall hören wir von Krisen, Medien schüren Verunsicherung. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun?

Walter Ötsch, Kulturhistoriker und Ökonom, sieht die Krisen sehr klar und tut, was er besonders gut kann: unser derzeitiges Wirtschaftssystem durchleuchten und hinterfragen.

Andrea Roschek begann ach einem persönlichen Schicksalsschlag mit ihrer „Pannonischen Tafel", Essen, das in Supermärkten sonst weggeworfen wird, einzusammeln und zu verteilen.

Judith Schachinger will am liebsten die Lebensmittelversorgung insgesamt verändern und baut gemeinsam mit Kleinbauern an einem neuen Modell der Nahversorgung, um regionale Wirtschaftskreisläufe, die gut für die Umwelt sind, zu stärken.

Darauf zielt auch die Architektin Anna Heringer ab, wenn sie von Vorarlberg bis Bangladesh mit lokalen Handwerkern und Lehm direkt aus der Baugrube beeindruckende Gebäude baut.

Einfach weniger brauchen zu müssen ist ein weiterer Ansatz. Als freudiger Minimalist, passionierter Heimhelfer, Weitstrecken-Radfahrer und Schriftsteller gibt Andreas Renoldner einen Einblick in seine Lebensphilosophie.

Rita Trattnigg erarbeitet im BürgerInnen-Rat jenseits von parteipolitischen Widersprüchen mit zufällig ausgewählten BürgerInnen konkrete Lösungen für eine lebendige Demokratie.

Wir leben in einer Zeit, wo nicht mehr eine Person alleine „die Antwort“ hat. Das spiegelt sich auch in der Herangehensweise an diesen Film wider, für den mehrere RegisseurInnen losgezogen sind, um mit Menschen zu sprechen, die Mut machen.

(Quelle: aus der Pressemappe zum Film)

 

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt's jeweils 2x2 Karten für eine Kinovorführung in ganz Österreich.

Um teilzunehmen schickst du

  • die Antwort auf die Frage "Wieviele regionale Tauschkreise hat der Talenteverbund derzeit?"
  • und die Angabe, welchen der beiden Filme du sehen willst, via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis Freitag, 5.5.17 an die Redaktion.

Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die 4 GewinnerInnen werden nach der Ziehung per E-Mail verständigt.

Mittwoch, 29 März 2017 08:36

ZART-Treffen am 21./22.4.17 in Wien

geschrieben von

Liebes Tauschkreis-Mitglied!

 

Einladung zum

Österreichisches Vernetzungstreffen für

Tausch – und Zeitwährungsinitiativen

 

Ablauf der Veranstaltung:

 

Wann:

Freitag, 21.04.2017 ab 18:30

Wo:

Gasthof Schosztarich, Franzensbrückenstraße 11, 1020 Wien

(www.gasthof-schosztarich.at)

Alle talentierten Mitglieder und Gäste sind willkommen - zum gemeinsamen Abendessen, informellem Austausch und gegenseitigem Kennenlernen und: mit der Bitte um Anmeldung bis 17.04.2017 (Kontakt s.u.), damit die Reservierung im Gasthof finalisiert werden kann.

Anschließend: Wien bei Nacht, die Aussicht entweder bei einer Fahrt mit dem Riesenrad (www.wienerriesenrad.com) oder im Sofitel (www.dasloftwien.at), Praterstraße 1, 1020 Wien genießen.


Wann:

Samstag, 22.04.2017 ab 9:30

Wo:

Wohnprojekt Wien, 1020 Wien, Krakauer Straße 19

Gastgeber:

Talenteverbund

9:30

Ankommen, Anmelden und Erfassen der Teilnehmer/innen, Begrüßungskaffee

10:00

Begrüßung, Vorstellung und ggf. Ergänzung der Tagesordnung, Einführung in das Schwerpunktthema

10:15

Zusammenfassende Information der ARGE – Sitzung des Vortages

Vorstellung der Teilnehmer, Themensammlung

11:15

Diskussion: u.a: ZART = Überregionale Zusammenarbeit

Was können Verbund-Mitglieder einbringen? Was bringt uns ZART?

12:15

Mittagessen vor Ort.

Talentierte Mitglieder bieten Speisen und Getränke zum „Ertauschen“ an

Wer etwas zum Tauschen mitbringt, kann diese Zeit auch für Tauschaktionen nützen.

13:45

Aufteilung in Arbeitsgruppen

14:00

Bearbeitung der Themen in Arbeitsgruppen, zwei Durchläufe á 45'

15:30

Pause mit Kaffee und Kuchen

16:00

Plenum: Zusammenfassung der Ergebnisse

17:00

Ankündigungen, Terminvereinbarungen, Verabschiedung

17:30

Ende des Vernetzungstreffens

Abendprogramm für alle Gäste und Wiener: ein kleiner Innenstadtrundgang mit anschließendem Besuch des „Zwölfapostel Kellers“ (www.zwoelf-apostelkeller.at)

 

Anmeldung bei:

Hertha Horvath

+43 680 2070593, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!t

Wer noch gerne in Wien bleiben will und an einer erweiterten Führung am Sonntag teilnehmen will kann das bei seiner Anmeldung mitteilen.

Zwecks Organisation der Übernachtungsmöglichkeiten wird um Kontaktaufnahme bis 07.04.2017 gebeten.

 

Wir freuen uns sehr auf Euer Kommen und auf einen interessanten Tag!

 
Mit herzlichen Grüßen
 
Hertha Horvath
TK Wien
Talenteverbund Mitgliederbetreuung

Der Hirnforscher Gerald Hüther zeigt im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt im "Querdenker-TV" wie wichtig Gemeinschaften sind, in denen jede/r Einzelne sein eigenes Potential entfalten kann und was dazu notwendig ist, dass das möglich ist.

Aus meiner Sicht ist das Gespräch ein inspirierender Beitrag zur Weiterentwicklung der Tauschkreis-Idee, und die Motivation Menschen aus ihrem seit Schulzeiten aufgedrückten Objekt-Status zu autonomen und gemeinschaftsfähigen Subjekten zu befreien!

Michael Karjalainen-Dräger hat mit Herbert Grill gesprochen, der die Cyclos-Umstellung am ersten Wochenende dieses Jahres durchgeführt hat.

Warum war ein Neuaufsetzen von Cyclos notwendig?

Das alte Cyclos war administrativ nicht mehr verwaltbar, es war zu kompliziert aufgesetzt, jegliche Änderungen haben einen riesigen Aufwand bedeutet.

Zudem wurden die Tauschkreise zusammengelegt und im Verbund zusammengefasst, es hat also eine Vereinheitlichung der verscheidenen Systeme in Cyclos gebraucht.

Das neue Cyclos ist einfacher aufgesetzt, Änderungen und Anpassungen leichter möglich, man kann flexibler und schneller auf Bedürfnisse von Mitgliedern eingehen.

Wie hoch war der Aufwand?

Für die Buchhaltung gab es viel Vorbereitung, bei allen Konten, etwa Außenhandelskonten bzw. Good-Bank-Konten musste gecheckt werden, ob sie migriert werden müssen. Dafür hatte der AK Finanzen und der Cyclos-Administrator Franz Holzer im Vorfeld eine Menge Arbeit gehabt.

Dann war von meiner Seite notwendig, ein zweites Cyclos parallel zu installieren, damit die Umstellung schneller und einfacher funktioniert. Es musste das Layout aufgesetzt werden, alle Konten neu erstellt werden, um ein Grundgerüst zu haben, damit am Tag X die Konten einfach und schnell migiriert werden konnten.

Ist die Migration abgeschlossen?

Die Migration ist abgeschlossen, alle Mitgliedsdaten wurden aus dem alten Cyclos übernommen, es war eine zum Teil händische Überprüfung und dann ein Import ins neue Cyclos notwendig. Ca. 1300 Mitglieder-Konten plus Systemkonten, Außenhandelskonten, Gutscheinkonten, Regionalverwaltungen, usw. waren zu übernehmen.

Dein Zeitaufwand?

Zwei schlaflose Nächte (lacht). Also an die 25-30 Stunden inkl. Vorbereitung und Migration, die ich dafür aufgewendet habe.

Die Vorteile für die Mitglieder?

Tauschvorgänge funktionieren schneller, es gibt eine bessere Kategorisierung von Inseraten, es gibt keine Dauerinserate mehr, was bedeutet, dass Inserate aktuell sind und keine „Karteileichen“.

Im Zuge der Migration ist mir aufgefallen, dass das alte Cyclos gröbere, nicht offensichtliche Systemprobleme hatte, es gab Schiefstände, etwa dass Mitglieder doppelt vorhanden waren, einmal aktiv, einmal ausgetreten.

 

Dein Resümee?

Ich bin definitiv froh, dass es erledigt ist. Ich persönlich hätte es gerne gemacht, als ich noch Obmann war. Ich hab mir schon damals, vor ca. 4 Jahren, die Finger gebrochen, wenn etwas in Cyclos zu ändern war. Das geht jetzt spielerischer. Für die Mitglieder mag das nicht so offensichtlich sein, wir haben es auch unter den alten Umständen immer wieder geschafft, es für die Mitglieder hinzukriegen. Aber jetzt ist es einfach weniger Zeitaufwand und zukünftige Ideen können einfacher und besser umgesetzt werden. 

 

Zur Person:

Herbert Grill hat jahrelang in der IT einer großen Firma gearbeitet. Seit drei Jahren ist er selbstständig und neben frischem Quellwasser, Energetik und Seminaren arbeite er auch in der IT und erstellt/betreut Websites und IT Systeme für KMUs und Private. In Wien aufgewachsen lebe er jetzt seinen Jugendtraum im steirischen Salzkammergut. Der Tauschkreis/Talenteverbund begleitet ihn schon seit vielen Jahren. Es ist mir ihm großes Anliegen diesen weiter zu bringen, weil er eine wunderbare Bereicherung bietet. Weitere Inofs: https://quellwasser.shop, http://naturwesen.at

P1050533Ein bahnbrechendes Urteil macht Schuldner zu den Gewinnern der EZB-Politik: Banken müssten ihren Kreditnehmern Zinsen zahlen. Die Logik dieser Entscheidung macht die bewusste Manipulation der Finanzmärkte sichtbar.

In Feldkirch in Österreich ist ein Richter der eigenartigen Logik der Finanzpolitik gefolgt: Nachdem nun Einleger den Banken Zinsen zahlen und nicht umgekehrt, kann es nur eine Konsequenz geben, die Banken zahlen den Kreditnehmern Zinsen. Das Urteil, das die verkehrte Welt besiegelt, ist noch nicht rechtskräftig. Die betroffene Bank wehrt sich. Allerdings ist der Argumentation wenig entgegen zu setzen.

Die Idee, dass man von der Bank weniger zurückbekommt als man eingezahlt hat, ist ein Element der derzeit gegebenen, skurrilen Bedingungen. Die Europäische Zentralbank verlangt von den Banken Zinsen für Einlagen und hofft, dass in der Folge die Institute die Gelder nicht horten, sondern verstärkt für die Vergabe von Krediten nutzen. Dieses Ziel wird nicht erreicht, aber die Minuszinsen der Zentralbank bestimmen den Geldmarkt zwischen den Banken und so rutscht dieser auch ins Minus – und die Banken geben diese Sätze an die Kunden weiter. Oder versuchen es jedenfalls.

Dass aber ein Urteil möglich ist, das Kreditnehmern den Anspruch auf Zinszahlungen von der Bank eröffnet, ist nur indirekt eine Folge der Finanzpolitik. Dieses Phänomen ist ein Ergebnis sonderbarer Praktiken der Banken.

LIBOR und EURIBOR sollten den freien Markt ersetzen

Das Bankgeschäft folgt nur theoretisch den Gesetzen des Marktes, die rasch skizziert sind: Die Sparer und anderen Anleger bringen ihr Geld zur Bank. Die Bank vergibt Kredite und legt die Mittel in Anleihen und sonstigen Vermögenswerten an. Im Spiel von Angebot und Nachfrage müssten sich die Geldkosten ergeben: Die Einleger bekommen die Zinsen, die die Veranlagungen abwerfen, die Schuldner zahlen die Zinsen, die von den Einlegern durchgesetzt werden können.

Dieses selbstverständliche Prinzip wurde ausgehebelt. Seit dem Jahr 1986 wird der LIBOR und seit dem Jahr 1999 der EURIBOR errechnet und seit diesem Zeitpunkt gehen Bank-Uhren anders. Die Banken haben LIBOR und EURIBOR zu Maßstäben aufgewertet. Finanzierungen richten sich nach diesen Sätzen, wobei je nach Bonität des Schuldners ein größerer oder kleinerer Aufschlag verrechnet wird. Man weist einfach aus LIBOR plus x, EURIBOR plus x. Nachdem unter dem Druck der Notenbanken diese Sätze Minus-Zinsen aufweisen, ergibt sich die verblüffende Logik, dass Kreditnehmer Zinsen bekommen müssten statt Zinsen zu bezahlen.

Die Einladung zur Verfälschung des Marktes

LIBOR ist der Zinssatz, den Banken auf dem Londoner Markt verrechnen, wenn sie einander Geld leihen. Und EURIBOR ist das Gegenstück auf dem Euro-Markt. Diese Sätze werden täglich errechnet und geben vermeintlich das tatsächliche Bild des Marktes wieder. Man ging sogar so weit, nur diese Sätze als die einzig wahren Marktsätze zu bezeichnen.

Tatsächlich ist dies nicht der Fall. Die Sätze werden von einigen Banken gemeldet, eine Agentur streicht die höchsten und die niedrigsten Werte und errechnet aus den verbleibenden Angaben einen Mittelwert.

Es kam wie es kommen musste. Die Sätze werden verfälscht. Da immer mehr Finanzierungen von den beiden Sätzen LIBOR und EURIBOR bestimmt sind, genügt eine kleine Korrektur nach oben und schon blühen die Erträge der Banken. Sollen die Finanzierungen forciert werden, so belebt ein Zinsrückgang auf den „Märkten“ prompt die Nachfrage.

2011 und 2012 erkannten die Behörden in London und in Brüssel die Manipulationen und versuchen seit damals für korrekte Verhältnisse zu sorgen. Die Anstrengungen sind zum Scheitern verurteilt, weil die Manipulation im System begründet ist: Einige tatsächlich zu den gewünschten Zinsen durchgeführte Transaktionen genügen, um den angestrebten Wert ausweisen zu können.

Der viel zitierte LIBOR-Skandal und die spektakulären Verurteilungen und Strafen kamen zustande, weil man den Akteuren falsche Angaben und Insider-Handel nachweisen konnte: Die Banken hatten Zinsen gemeldet, die nie bezahlt wurden. Und die Mitarbeiter hatten ihr Wissen über die von ihnen selbst gemeldeten Zinsen genutzt, um vorweg gewinnbringend Käufe und Verkäufe für die eigene Tasche durchzuführen.

Die Gelegenheit zum Ausstieg wurde verpasst

Der LIBOR-Skandal wäre der ideale Anlass gewesen, um sich 2012 von LIBOR und EURIBOR zu verabschieden. Dies geschah nicht. Zu sehr hatte sich die Orientierung an diesen beiden Werten durchgesetzt. Auch waren die Banken mit dieser Praxis recht gut gefahren. Bis die Zentralbank sich der extremen Niedrigzinspolitik verschrieb.

Dadurch wurde das System total in Frage gestellt. Die EZB bestimmt mit ihrer Geldschwemme zu niedrigen und nunmehr Minuszinsen den Markt. Diese Bedingungen dominieren den Geldmarkt zwischen den Banken und folglich auch den LIBOR und den EURIBOR: Die LIBOR-Sätze liegen zwischen -0,7 und +0,5 Prozent, nur Dollar für 12 Monate kosten 1,5 Prozent, bei EURIBOR sind alle Sätze im Minus.

Finanzierungen, die vertraglich auf der Basis LIBOR + x oder EURIBOR + x vergeben wurden, weisen nun minimale Sätze auf, erfreuen die Schuldner und sorgen für Ertragsprobleme bei den Banken. Damit allerdings eine Bank tatsächlich in die Verlegenheit kommt, effektiv Zinsen den Kreditnehmern zahlen zu müssen, müsste ein sehr geringer Aufschlag auf den EURIBOR vereinbart worden sein. Der 12-Monate-EURIBOR beträgt derzeit minus 0,060 Prozent.

Der Aufschrei der Banken, die Kunden mögen doch ein Einsehen haben, findet wenig Echo. Vor allem die Konsumentenschutzverbände verteidigen derzeit mit großem Eifer die LIBOR- und EURIBOR-Bindungen, die sie in Zeiten höherer Zinsen gerne kritisiert haben.

Der „einfache Weg“ erweist sich oft als der gefährlichste

Bemerkenswert ist, dass die Aufgabe des Spiels von Angebot und Nachfrage und die Anwendung eines künstlichen Satzes wie LIBOR oder EURIBOR Parallelen bei anderen Phänomenen aufweist, die ebenfalls die Banken in Krisen getrieben haben.

Eine entscheidende Ursache für Finanzkrise 2008 waren die so genannten ABS – asset backed securities. Viele Banken hatten Kredite gebündelt und an Investoren verkauft. Die Käufer ließen die Kredite von Computern verwalten, die bei Zahlungsverzug die gesamten Summen fällig stellten. Die Existenz der betroffenen Kunden war ruiniert. Sie mussten die Häuser verkaufen, wodurch außerdem die Marktwerte aller Immobilien sanken und die Besicherung bei anderen Kreditnehmern in Frage gestellt wurde. In einer Kettenreaktion kam es zu einer katastrophalen Entwicklung, die bei traditioneller, persönlicher Betreuung der Kunden in Schwierigkeiten zu vermeiden gewesen wäre. Dies wurde auch durch die Gerichte bestätigt, die die Banken zur Zahlung von Milliarden verurteilten.

Wie bei LIBOR und EURIBOR – man wollt es sich einfach machen und löste eine Krise aus.

Eine weitere Parallele bieten die Ratings. In zahllosen Fällen genügte und genügt vielfach immer noch die Bewertung einer Rating-Agentur als Grundlage für die Finanzierungs-Entscheidung einer Bank. Auch hier die Tendenz, sich die Dinge einfach zu machen. Statt selbst das Risiko zu evaluieren, genügt der Blick auf eine Liste und die Feststellung, mit wie vielen A, B oder gar C ein Investment ausgestattet ist. Als in der Finanzkrise 2008 enorme Verluste zu bewältigen waren, hörte man ständig von den Managern als Rechtfertigung „das war doch Triple-A geratet.“

 

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/10/05/urteil-bank-muss-schuldnern-fuer-kredite-zinsen-zahlen/

Seite 1 von 2