Michael Karjalainen-Dräger

Michael Karjalainen-Dräger

AK-Kommunikation

Dienstag, 06 Juni 2017 06:56

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Jean Ziegler zeigt in einem Interview mit dem GEA-Brennstoff seinen unheilbaren Optimismus und fordert uns auf, einen Beitrag zur Rettung der Welt zu leisten.

http://brennstoff.com/artikel/der-schmale-grat-der-hoffnung/

Freitag, 19 Mai 2017 07:26

Geld regiert die Welt - oder?

Richard David Precht im Gespräch mit  Marcel Fratzscher, dem Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) über Geld, Politik und Wirtschaft und wer eigentlich die Macht hat.

Ein sehenswertes Video!

Samstag, 29 April 2017 11:36

Filmische Mutmacher

Hier möchte ich zwei Filme vorstellen, die den Menschen Mut machen:

 

FREE LUNCH SOCIETY, der Film über das Bedingungslose Grundeinkommen, vermittelt Hintergrundwissen zu dieser Idee und sucht nach Erklärungen, Möglichkeiten und Erfahrungen zu ihrer Umsetzung.


Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter. Entscheidend ist das eigene Menschenbild, welche Seite der Medaille man sieht: Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen? Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen? Und weil wir nie gemeinsam die Freiheit hatten, uns anders zu verwirklichen?

Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe nimmt uns der Film mit auf eine große Reise, und zeigt uns, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.“ (Quelle: aus dem Pressetext zum Film)

 

DIE ZUKUNFT IST BESSER ALS IHR RUF macht Mut: Sechs Beispiele erzählen von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten.

Ein Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmittel und Bauen, für Klarheit im Denken über Wirtschaft, für soziale Gerechtigkeit.

Überall hören wir von Krisen, Medien schüren Verunsicherung. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun?

Walter Ötsch, Kulturhistoriker und Ökonom, sieht die Krisen sehr klar und tut, was er besonders gut kann: unser derzeitiges Wirtschaftssystem durchleuchten und hinterfragen.

Andrea Roschek begann ach einem persönlichen Schicksalsschlag mit ihrer „Pannonischen Tafel", Essen, das in Supermärkten sonst weggeworfen wird, einzusammeln und zu verteilen.

Judith Schachinger will am liebsten die Lebensmittelversorgung insgesamt verändern und baut gemeinsam mit Kleinbauern an einem neuen Modell der Nahversorgung, um regionale Wirtschaftskreisläufe, die gut für die Umwelt sind, zu stärken.

Darauf zielt auch die Architektin Anna Heringer ab, wenn sie von Vorarlberg bis Bangladesh mit lokalen Handwerkern und Lehm direkt aus der Baugrube beeindruckende Gebäude baut.

Einfach weniger brauchen zu müssen ist ein weiterer Ansatz. Als freudiger Minimalist, passionierter Heimhelfer, Weitstrecken-Radfahrer und Schriftsteller gibt Andreas Renoldner einen Einblick in seine Lebensphilosophie.

Rita Trattnigg erarbeitet im BürgerInnen-Rat jenseits von parteipolitischen Widersprüchen mit zufällig ausgewählten BürgerInnen konkrete Lösungen für eine lebendige Demokratie.

Wir leben in einer Zeit, wo nicht mehr eine Person alleine „die Antwort“ hat. Das spiegelt sich auch in der Herangehensweise an diesen Film wider, für den mehrere RegisseurInnen losgezogen sind, um mit Menschen zu sprechen, die Mut machen.

(Quelle: aus der Pressemappe zum Film)

 

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt's jeweils 2x2 Karten für eine Kinovorführung in ganz Österreich.

Um teilzunehmen schickst du

  • die Antwort auf die Frage "Wieviele regionale Tauschkreise hat der Talenteverbund derzeit?"
  • und die Angabe, welchen der beiden Filme du sehen willst, via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis Freitag, 5.5.17 an die Redaktion.

Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die 4 GewinnerInnen werden nach der Ziehung per E-Mail verständigt.

Samstag, 29 April 2017 09:54

Filmische Mutmacher

Hier möchte ich zwei Filme vorstellen, die den Menschen Mut machen:

 

FREE LUNCH SOCIETY, der Film über das Bedingungslose Grundeinkommen, vermittelt Hintergrundwissen zu dieser Idee und sucht nach Erklärungen, Möglichkeiten und Erfahrungen zu ihrer Umsetzung.


Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter. Entscheidend ist das eigene Menschenbild, welche Seite der Medaille man sieht: Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen? Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen? Und weil wir nie gemeinsam die Freiheit hatten, uns anders zu verwirklichen?

Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe nimmt uns der Film mit auf eine große Reise, und zeigt uns, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.“ (Quelle: aus dem Pressetext zum Film)

 

DIE ZUKUNFT IST BESSER ALS IHR RUF macht Mut: Sechs Beispiele erzählen von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten.

Ein Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmittel und Bauen, für Klarheit im Denken über Wirtschaft, für soziale Gerechtigkeit.

Überall hören wir von Krisen, Medien schüren Verunsicherung. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun?

Walter Ötsch, Kulturhistoriker und Ökonom, sieht die Krisen sehr klar und tut, was er besonders gut kann: unser derzeitiges Wirtschaftssystem durchleuchten und hinterfragen.

Andrea Roschek begann ach einem persönlichen Schicksalsschlag mit ihrer „Pannonischen Tafel", Essen, das in Supermärkten sonst weggeworfen wird, einzusammeln und zu verteilen.

Judith Schachinger will am liebsten die Lebensmittelversorgung insgesamt verändern und baut gemeinsam mit Kleinbauern an einem neuen Modell der Nahversorgung, um regionale Wirtschaftskreisläufe, die gut für die Umwelt sind, zu stärken.

Darauf zielt auch die Architektin Anna Heringer ab, wenn sie von Vorarlberg bis Bangladesh mit lokalen Handwerkern und Lehm direkt aus der Baugrube beeindruckende Gebäude baut.

Einfach weniger brauchen zu müssen ist ein weiterer Ansatz. Als freudiger Minimalist, passionierter Heimhelfer, Weitstrecken-Radfahrer und Schriftsteller gibt Andreas Renoldner einen Einblick in seine Lebensphilosophie.

Rita Trattnigg erarbeitet im BürgerInnen-Rat jenseits von parteipolitischen Widersprüchen mit zufällig ausgewählten BürgerInnen konkrete Lösungen für eine lebendige Demokratie.

Wir leben in einer Zeit, wo nicht mehr eine Person alleine „die Antwort“ hat. Das spiegelt sich auch in der Herangehensweise an diesen Film wider, für den mehrere RegisseurInnen losgezogen sind, um mit Menschen zu sprechen, die Mut machen.

(Quelle: aus der Pressemappe zum Film)

 

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt's jeweils 2x2 Karten für eine Kinovorführung in ganz Österreich.

Um teilzunehmen schickst du

  • die Antwort auf die Frage "Wieviele regionale Tauschkreise hat der Talenteverbund derzeit?"
  • und die Angabe, welchen der beiden Filme du sehen willst, via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis Freitag, 5.5.17 an die Redaktion.

Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die 4 GewinnerInnen werden nach der Ziehung per E-Mail verständigt.

Mittwoch, 29 März 2017 08:36

ZART-Treffen am 21./22.4.17 in Wien

Liebes Tauschkreis-Mitglied!

 

Einladung zum

Österreichisches Vernetzungstreffen für

Tausch – und Zeitwährungsinitiativen

 

Ablauf der Veranstaltung:

 

Wann:

Freitag, 21.04.2017 ab 18:30

Wo:

Gasthof Schosztarich, Franzensbrückenstraße 11, 1020 Wien

(www.gasthof-schosztarich.at)

Alle talentierten Mitglieder und Gäste sind willkommen - zum gemeinsamen Abendessen, informellem Austausch und gegenseitigem Kennenlernen und: mit der Bitte um Anmeldung bis 17.04.2017 (Kontakt s.u.), damit die Reservierung im Gasthof finalisiert werden kann.

Anschließend: Wien bei Nacht, die Aussicht entweder bei einer Fahrt mit dem Riesenrad (www.wienerriesenrad.com) oder im Sofitel (www.dasloftwien.at), Praterstraße 1, 1020 Wien genießen.


Wann:

Samstag, 22.04.2017 ab 9:30

Wo:

Wohnprojekt Wien, 1020 Wien, Krakauer Straße 19

Gastgeber:

Talenteverbund

9:30

Ankommen, Anmelden und Erfassen der Teilnehmer/innen, Begrüßungskaffee

10:00

Begrüßung, Vorstellung und ggf. Ergänzung der Tagesordnung, Einführung in das Schwerpunktthema

10:15

Zusammenfassende Information der ARGE – Sitzung des Vortages

Vorstellung der Teilnehmer, Themensammlung

11:15

Diskussion: u.a: ZART = Überregionale Zusammenarbeit

Was können Verbund-Mitglieder einbringen? Was bringt uns ZART?

12:15

Mittagessen vor Ort.

Talentierte Mitglieder bieten Speisen und Getränke zum „Ertauschen“ an

Wer etwas zum Tauschen mitbringt, kann diese Zeit auch für Tauschaktionen nützen.

13:45

Aufteilung in Arbeitsgruppen

14:00

Bearbeitung der Themen in Arbeitsgruppen, zwei Durchläufe á 45'

15:30

Pause mit Kaffee und Kuchen

16:00

Plenum: Zusammenfassung der Ergebnisse

17:00

Ankündigungen, Terminvereinbarungen, Verabschiedung

17:30

Ende des Vernetzungstreffens

Abendprogramm für alle Gäste und Wiener: ein kleiner Innenstadtrundgang mit anschließendem Besuch des „Zwölfapostel Kellers“ (www.zwoelf-apostelkeller.at)

 

Anmeldung bei:

Hertha Horvath

+43 680 2070593, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!t

Wer noch gerne in Wien bleiben will und an einer erweiterten Führung am Sonntag teilnehmen will kann das bei seiner Anmeldung mitteilen.

Zwecks Organisation der Übernachtungsmöglichkeiten wird um Kontaktaufnahme bis 07.04.2017 gebeten.

 

Wir freuen uns sehr auf Euer Kommen und auf einen interessanten Tag!

 
Mit herzlichen Grüßen
 
Hertha Horvath
TK Wien
Talenteverbund Mitgliederbetreuung

Der Hirnforscher Gerald Hüther zeigt im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt im "Querdenker-TV" wie wichtig Gemeinschaften sind, in denen jede/r Einzelne sein eigenes Potential entfalten kann und was dazu notwendig ist, dass das möglich ist.

Aus meiner Sicht ist das Gespräch ein inspirierender Beitrag zur Weiterentwicklung der Tauschkreis-Idee, und die Motivation Menschen aus ihrem seit Schulzeiten aufgedrückten Objekt-Status zu autonomen und gemeinschaftsfähigen Subjekten zu befreien!

Sonntag, 26 Februar 2017 09:42

„Nur gemeinsam sind wir stark“

Gerald Hüther hat in der Vorwoche ein spannendes Interview mit Kobinian Frenzel in Deutschlandradio Kultur geführt. Arnold Ehrenfeld hat es entdeckt und lädt zum Nachhören bzw. Nachlesen ein.

Gerald Hüther betont im Gespräch, dass der Mensch sein volles Potential nur entfalten kann, wenn er nicht ständig mit dem „gnadenlosen Wettbewerb“, in dem Jeder gegen Jeden kämpft, beschäftigt ist. Evident ist für ihn, dass jeder Mensch mit der intrinsischen Motivation für Höchstleistungen geboren wird. Diese Motivation gehe allerdings kaputt, „sobald man Menschen zwingt, Türme auf eine bestimmte Weise zu bauen, oder ihnen dauernd zeigt, dass der Papa noch einen größeren Turm bauen kann."

Am Anfang des Lebens nimmt sich der Mensch zudem als Subjekt wahr, was ein weiterer Faktor ist, der ihn fordert und fördert. Im Lauf des Heranwachsens werden wir alle aber zu Objekten degradiert, eine Tatsache, die uns ebenfalls demotiviert und damit weiter schwächt.

Daher brauche es, so Hüther, eine neue Form der Gemeinschaft: "Das sind Angst-, Weck-, Not-, Besitzstandswahrungsgemeinschaften, und die entscheidende Frage, vor der wir jetzt stehen im 21. Jahrhundert, ist, ob wir es auch schaffen, Gemeinschaften zu bilden, in denen Menschen aneinander und miteinander wachsen."

http://www.deutschlandradiokultur.de/hirnforscher-gerald-huether-nur-gemeinsam-sind-wir-stark.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=379479

Michael Karjalainen-Dräger hat mit Herbert Grill gesprochen, der die Cyclos-Umstellung am ersten Wochenende dieses Jahres durchgeführt hat.

Warum war ein Neuaufsetzen von Cyclos notwendig?

Das alte Cyclos war administrativ nicht mehr verwaltbar, es war zu kompliziert aufgesetzt, jegliche Änderungen haben einen riesigen Aufwand bedeutet.

Zudem wurden die Tauschkreise zusammengelegt und im Verbund zusammengefasst, es hat also eine Vereinheitlichung der verscheidenen Systeme in Cyclos gebraucht.

Das neue Cyclos ist einfacher aufgesetzt, Änderungen und Anpassungen leichter möglich, man kann flexibler und schneller auf Bedürfnisse von Mitgliedern eingehen.

Wie hoch war der Aufwand?

Für die Buchhaltung gab es viel Vorbereitung, bei allen Konten, etwa Außenhandelskonten bzw. Good-Bank-Konten musste gecheckt werden, ob sie migriert werden müssen. Dafür hatte der AK Finanzen und der Cyclos-Administrator Franz Holzer im Vorfeld eine Menge Arbeit gehabt.

Dann war von meiner Seite notwendig, ein zweites Cyclos parallel zu installieren, damit die Umstellung schneller und einfacher funktioniert. Es musste das Layout aufgesetzt werden, alle Konten neu erstellt werden, um ein Grundgerüst zu haben, damit am Tag X die Konten einfach und schnell migiriert werden konnten.

Ist die Migration abgeschlossen?

Die Migration ist abgeschlossen, alle Mitgliedsdaten wurden aus dem alten Cyclos übernommen, es war eine zum Teil händische Überprüfung und dann ein Import ins neue Cyclos notwendig. Ca. 1300 Mitglieder-Konten plus Systemkonten, Außenhandelskonten, Gutscheinkonten, Regionalverwaltungen, usw. waren zu übernehmen.

Dein Zeitaufwand?

Zwei schlaflose Nächte (lacht). Also an die 25-30 Stunden inkl. Vorbereitung und Migration, die ich dafür aufgewendet habe.

Die Vorteile für die Mitglieder?

Tauschvorgänge funktionieren schneller, es gibt eine bessere Kategorisierung von Inseraten, es gibt keine Dauerinserate mehr, was bedeutet, dass Inserate aktuell sind und keine „Karteileichen“.

Im Zuge der Migration ist mir aufgefallen, dass das alte Cyclos gröbere, nicht offensichtliche Systemprobleme hatte, es gab Schiefstände, etwa dass Mitglieder doppelt vorhanden waren, einmal aktiv, einmal ausgetreten.

 

Dein Resümee?

Ich bin definitiv froh, dass es erledigt ist. Ich persönlich hätte es gerne gemacht, als ich noch Obmann war. Ich hab mir schon damals, vor ca. 4 Jahren, die Finger gebrochen, wenn etwas in Cyclos zu ändern war. Das geht jetzt spielerischer. Für die Mitglieder mag das nicht so offensichtlich sein, wir haben es auch unter den alten Umständen immer wieder geschafft, es für die Mitglieder hinzukriegen. Aber jetzt ist es einfach weniger Zeitaufwand und zukünftige Ideen können einfacher und besser umgesetzt werden. 

 

Zur Person:

Herbert Grill hat jahrelang in der IT einer großen Firma gearbeitet. Seit drei Jahren ist er selbstständig und neben frischem Quellwasser, Energetik und Seminaren arbeite er auch in der IT und erstellt/betreut Websites und IT Systeme für KMUs und Private. In Wien aufgewachsen lebe er jetzt seinen Jugendtraum im steirischen Salzkammergut. Der Tauschkreis/Talenteverbund begleitet ihn schon seit vielen Jahren. Es ist mir ihm großes Anliegen diesen weiter zu bringen, weil er eine wunderbare Bereicherung bietet. Weitere Inofs: https://quellwasser.shop, http://naturwesen.at

Michael Karjalainen-Dräger hat mit Herbert Grill gesprochen, der die Cyclos-Umstellung am ersten Wochenende dieses Jahres durchgeführt hat.

Warum war ein Neuaufsetzen von Cyclos notwendig?

Das alte Cyclos war administrativ nicht mehr verwaltbar, es war zu kompliziert aufgesetzt, jegliche Änderungen haben einen riesigen Aufwand bedeutet.

Zudem wurden die Tauschkreise zusammengelegt und im Verbund zusammengefasst, es hat also eine Vereinheitlichung der verscheidenen Systeme in Cyclos gebraucht.

Das neue Cyclos ist einfacher aufgesetzt, Änderungen und Anpassungen leichter möglich, man kann flexibler und schneller auf Bedürfnisse von Mitgliedern eingehen.

Wie hoch war der Aufwand?

Für die Buchhaltung gab es viel Vorbereitung, bei allen Konten, etwa Außenhandelskonten bzw. Good-Bank-Konten musste gecheckt werden, ob sie migriert werden müssen. Dafür hatte der AK Finanzen und der Cyclos-Administrator Franz Holzer im Vorfeld eine Menge Arbeit gehabt.

Dann war von meiner Seite notwendig, ein zweites Cyclos parallel zu installieren, damit die Umstellung schneller und einfacher funktioniert. Es musste das Layout aufgesetzt werden, alle Konten neu erstellt werden, um ein Grundgerüst zu haben, damit am Tag X die Konten einfach und schnell migiriert werden konnten.

Ist die Migration abgeschlossen?

Die Migration ist abgeschlossen, alle Mitgliedsdaten wurden aus dem alten Cyclos übernommen, es war eine zum Teil händische Überprüfung und dann ein Import ins neue Cyclos notwendig. Ca. 1300 Mitglieder-Konten plus Systemkonten, Außenhandelskonten, Gutscheinkonten, Regionalverwaltungen, usw. waren zu übernehmen.

Dein Zeitaufwand?

Zwei schlaflose Nächte (lacht). Also an die 25-30 Stunden inkl. Vorbereitung und Migration, die ich dafür aufgewendet habe.

Die Vorteile für die Mitglieder?

Tauschvorgänge funktionieren schneller, es gibt eine bessere Kategorisierung von Inseraten, es gibt keine Dauerinserate mehr, was bedeutet, dass Inserate aktuell sind und keine „Karteileichen“.

Im Zuge der Migration ist mir aufgefallen, dass das alte Cyclos gröbere, nicht offensichtliche Systemprobleme hatte, es gab Schiefstände, etwa dass Mitglieder doppelt vorhanden waren, einmal aktiv, einmal ausgetreten.

 

Dein Resümee?

Ich bin definitiv froh, dass es erledigt ist. Ich persönlich hätte es gerne gemacht, als ich noch Obmann war. Ich hab mir schon damals, vor ca. 4 Jahren, die Finger gebrochen, wenn etwas in Cyclos zu ändern war. Das geht jetzt spielerischer. Für die Mitglieder mag das nicht so offensichtlich sein, wir haben es auch unter den alten Umständen immer wieder geschafft, es für die Mitglieder hinzukriegen. Aber jetzt ist es einfach weniger Zeitaufwand und zukünftige Ideen können einfacher und besser umgesetzt werden. 

 

Zur Person:

Herbert Grill hat jahrelang in der IT einer großen Firma gearbeitet. Seit drei Jahren ist er selbstständig und neben frischem Quellwasser, Energetik und Seminaren arbeite er auch in der IT und erstellt/betreut Websites und IT Systeme für KMUs und Private. In Wien aufgewachsen lebe er jetzt seinen Jugendtraum im steirischen Salzkammergut. Der Tauschkreis/Talenteverbund begleitet ihn schon seit vielen Jahren. Es ist mir ihm großes Anliegen diesen weiter zu bringen, weil er eine wunderbare Bereicherung bietet. Weitere Inofs: https://quellwasser.shop, http://naturwesen.at

Donnerstag, 15 Dezember 2016 16:06

Stunden schenken

Gedanken zum Weihnachtsfest von Michael Karjalainen-Dräger

Weihnachten ist ein sehr ambivalentes Fest. Ursprünglich als Fest der Wiederkehr der Sonne gefeiert, hat es dann über viele Jahrzehnte eine stark christliche Prägung als Geburtsfest des Erlösers Jesus Christus erhalten, um heute vor allem als Familienfest und als Fest des materiellen Schenkens begangen zu werden.

Gerade die Betonung des Familiären und des Materiellen führt viele Menschen in kleine und große Krisen, weil hier oft – durch die Gesellschaft oder die eigenen Erwartungen - Maßstäbe angelegt werden, die nicht der Realität entsprechen. Der Mensch ist zwar grundsätzlich ein soziales Wesen, was aber nicht zwingend bedeutet, dass er (bloß) familiär wäre. Das Materielle wiederum steht oft in krassem Widerspruch zum Gemeinschaftssinn, weil es Menschen nicht nur voneinander unterscheidet sondern auch in soziale Gruppen trennt (z.B. die Reichen, der Mittelstand, die Armutsgefährdeten, die Armen).

Weihnachten ist für mich daher sinnvollerweise ein Fest der Freude am Gemeinsamen, Verbindenden. Diese Freude darf sich durchaus auch im Beschenken und Beschenkt-Werden ausdrücken. Doch sollte uns auch bewusst werden, wo und wie wir im ablaufenden Jahr bereits beschenkt wurden und zwar nicht nur im materiellen Sinn.

Der Talenteverbund, der aus einer Fusion der Tauschkreise Niederösterreich, Wien und LETS Wien hervorgegangen ist, bietet diese Basis in mehrfacher Hinsicht. Zum einen treffen einander regelmäßig Menschen zum gegenseitigen Tausch und Erfahrungsaustausch. Zum anderen findet der Tausch auf Stundenbasis und damit abseits des Materiellen statt. Eine Stunde Zeit ist also grundsätzlich eine Stunde am Stundenkonto wert. Damit werden alle Leistungen gleich bewertet, egal von wem sie erbracht werden.

An Weihnachten könnte nun ein reges Stundenschenken einsetzen, und zwar in zweierlei Hinsicht: zum einen können wir jenen Zeit widmen, die uns im Leben wichtig sind, gemeinsam mit ihnen das Verbindende und das Leben feiern; zum anderen können wir Menschen auch Stunden von unserem Talenteverbundkonto zukommen lassen, entweder als Anerkennung für uns im Lauf des letzten Jahres geschenkte Zeit oder einfach aus Freude daran, dass es sie gibt.

So wünsche ich allen eine in diesem Sinn reich beschenkte Weihnacht!

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