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Freitag, 07 Dezember 2018 21:35

Foodcoop Wienerwald

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Mit vorerst noch kleinen Schritten und großem Optimismus starten wir unsere Food Coop neu!

Ausgangsbasis ist die Food Coop des Tauschkreises Wienerwald, die bisher ausschließlich auf Tausch-Basis lief. Tauschis brachten ihre eigenen Produkte aus Garten und Küche mit, was ein buntes Sammelsurium an Essbarem ergab. Es gibt im Tauschkreis auch Landwirte, bei denen auch Grundnahrungsmittel auf Tausch-Basis zu haben sind. Unsere Food Coop war angeblich die einzige bargeldlose Food Coop in ganz Mitteleuropa!

Aber das hat sich jetzt geändert, denn wir wollen Sortiment und Mitgliederkreis erweitern. Deshalb öffnen wir unsere Food Coop für Nicht-Tauschkreis-Mitglieder und für die Bezahlung mit Geld. Der Lebensmittel-Tausch mit der Stunde als Währung wird natürlich parallel weitergeführt.

Bei einer Food Coop („Lebensmittel-Einkaufs-Kooperative“) schließt sich eine Gruppe von Personen/Haushalten zusammen, um Sammelbestellungen direkt beim Hersteller zu tätigen. Man einigt sich auf Qualitätskriterien, wobei es üblicherweise um Regionalität, Soziales und andere Aspekte der Nachhaltigkeit geht. Das erleichtert den Zugang zu Lebensmitteln, die der oder dem Einzelnen ansonsten nicht zugänglich wären, bei entsprechender Bestellmenge vielleicht sogar zu günstigeren Preisen. Das Bestellte muss zu fixen Zeiten an einem möglichst zentralen Ausgabeort abgeholt werden. Auch wenn das alles nicht unbedingt praktischer und billiger ist als ein Supermarkt-Einkauf, hat man hochwertigere Lebensmittel und unterstützt ausgewählte Landwirtschaftsbetriebe. 

Die Abholung erfolgt im Bahnhof Unterpurkersdorf – vorerst an einem der Ausgabetermine (14-tägig Samstag 10 - 13 Uhr), soll in Zukunft aber flexibler gestaltet werden.

Unsere Auswahlkriterien bei Lebensmitteln und Hersteller_innen sind:

  • möglichst unkomplizierter Zugang zu hochwertigen, naturbelassenen Lebensmitteln direkt vom Erzeugerbetrieb
  • die Förderung von kleinräumig und vielfältig strukturierter, biologisch-ökologischer Landwirtschaft und ressourcenschonenden Formen von Produktion, Transport und Verteilung von Lebensmitteln (Quelle: foodcoops.at/ig)
  • für Tauschkreis-Mitglieder: zusätzlicher Erwerb von Lebensmitteln auf Tauschbasis
  • nachhaltige Produktion
  • in regionalen Betrieben, zu denen wir persönliche Kontakte pflegen
  • gentechnikfrei
  • artgerechte Tierhaltung
  • kein Viehfutter aus Übersee
  • pflanzliche Lebensmittel aus der Erde (statt aus Steinwolle und anderen Substraten)

Ausführliche Informationen findest du auf unserer Homepage:

https://foodcoopwienerwald.wordpress.com/

Wenn du mit uns Kontakt aufnehmen möchtest, dann schreib uns gleich an:

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Wir freuen uns! 

Samstag, 05 März 2016 23:43

ADRA - Kinderkleidertausch für Familien

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Kinderkleidertausch für Familien

Wir als Tauschkreis in der Region Mistelbach haben im März 2015 ein Kooperationsprojekt mit ADRA gestartet. ADRA ist eine Hilfsorganisation (www.adra.at) die das österreichische Spendengütesiegel besitzt.

Bei diesem Projekt geht es um die Versorgung von Familien mit Kinderkleidern, Spielzeug, Kinderbüchern und sonstigen Dingen, die in einem Haushalt mit Kindern benötigt werden. Aufgebaut ist es folgendermaßen: Ich schaue bei mir zuhause durch, welche Kleidungsstücke meinem Kind zu klein geworden sind, welche Spielzeuge nur noch in der Ecke herumliegen, welche Bücher thematisch nicht mehr spannend sind oder was aus anderen (Entwicklungs-) gründen nicht mehr für mein Kind interessant ist. All diese Sachen – sofern noch gut erhalten und funktionstüchtig – bringe ich zum Kinderkleidertausch mit und gebe sie dort ab.

Ich kann mir im Gegenzug dazu die nächstgrößere passende Kleidergröße, dem Alter besser entsprechendes Spielzeug, Bücher usw. mitnehmen. Die von mir mitgebrachten Sachen werden von fleißigen Helfern nach Größen oder Themen sortiert und jemand anders kann sie dann für sich mitnehmen wenn sie für sein Kind passen. Habe ich noch kein Kind, kann ich mir eine Erstausstattung holen ohne vorher etwas zu bringen. Wenn mein Kind dann die übernächste Größe hat und auch gewisses Spielzeug nicht mehr braucht, kann ich dann beginnen Sachen zurückzubringen. Der Kreislauf schließt sich auch hier wieder. Dabei zählen wir nicht ab, wer wie viel bringt und wieder mitnimmt, sondern vertrauen darauf, dass jeder darauf achtet, das Geben und Nehmen auf längere Sicht ausgeglichen ist. Zusätzlich gibt es einen Spielbereich für Kinder damit diese eine Beschäftigung haben, während ihre Eltern Sachen aussuchen. Die Erwachsenen haben die Möglichkeit miteinander zu plaudern und sich über ihre Probleme, Anliegen oder freudigen Ereignisse auszutauschen.

Seit Dezember 2015 versorgen wir auch Asylwerberfamilien. In diesem Fall lassen sich die Tauschkreisläufe nicht immer schließen, da die Familien ja nicht wissen, wo sie nach ihrem Bescheid wohnen werden. Dafür haben wir aber freigiebige Familien, die Sachspenden bringen ohne sich wieder etwas mitzunehmen. Also ist hier ebenfalls ein Geben und Nehmen gegeben, wenn auch in anderer Form. Gerade diese Familien sind unendlich dankbar für das Projekt und die Kinder freuen sich wirklich sehr übers Spielzeug oder bestimmte Kleidungsstücke.

Dieses Projekt vereint verschiedene Aspekte:
1. Finanzielle Entlastung von Familien
2. Integration von Flüchtlingsfamilien und Möglichkeit des Austausches für Eltern um der sozialen Isolation vorzubeugen
3. Spielerische Interaktion zwischen Kindern
4. Umweltaspekt durch das Vermeiden von unnötigen Einkäufen von Billigkleidung.

Die Ausgabe erfolgt immer am 1. Mittwoch im Monat von 9:30-12:00 und jeden 3. Donnerstag im Monat von 15:00-18:00. Sachspenden können jeden Mittwoch von 9:00-12:00 abgegeben werden.

Vorausschau über Erweiterung des Projekts:
Ab Herbst 2016 wird das Projekt erweitert. Familien unter einem bestimmten Einkommen werden mit einem monatlichen Stundenbetrag unterstützt. Die Höhe dieses Stundenbetrags ist auch abhängig davon, wie viel sich Eltern und Kinder selbst einbringen. Dadurch soll die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden. Mit diesen Stunden soll es unter anderem möglich sein, Lebensmittel bei einem regionalen Biobauern einzukaufen. Zusätzlich wird es für Familien mit Babys und Kleinkinder möglich sein, Stoffwindeln zu beziehen. Dadurch wird zum Umweltschutz beigetragen und der Geldbeutel geschont. Ebenfalls geplant sind Vorträge mit Familienrelevanten Themen.

Kontakt: Monika Fuchs 0676 / 833 221 663

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